Chromogene und Farbstoffe.
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AdjectiveFarben.
st immte Farbe ausgezeichnet, die auch gewöhnlich ihren VerbindungenZukommt, (Pigmente), oder es sind ungefärbte Stoffe, die aber untergewissen Einflüssen in gefärbte übergehen (Chromogene). In ihrerZusammensetzung, und in ihrem chemischen Charakter zeigen sie nur8 ehr geringe Uebereinstimmung. Einige, sind ternär zusammengesetzt,Utl <f bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff, andere dage-gen sind stickstoffhaltig. Einige sind indifferent, andere von basischer^atur (z. B. Berberin), im Allgemeinen aber zeigen die meisten denCharakter schwacher Säuren, und verbinden sich mit den meisten Metall-°Xyden. Besonders gross ist ihre Verwandtschaft zu Bleioxyd, Zinn-° x yd und Thouerde, womit sie unlösliche Verbindungen bilden, die vonaiJ sgezeichneter Farbe sind, und unter dem Namen Lacke oder Lack- Lack-a rben in der Malerei angewendet werden. Ein eigenthumlicb.es Ver-halten zeigen ferner die, Farbstoffe zur pflanzlichen und thierischen Fa-ser, sie fixiren sich nämlich darauf, d. h. färben sie, direct und dauernd,8 lbstantive Farben, oder sie bedürfen, um sich darauf fixiren zu Substan-können, ein Bindemittel, welches selbst ebensowohl mit der Faser, wie Farben.'lit dem Pigmente sich verbinden kann. Derartige Pigmente heissen ad-J^ctivo Farben, und die sie auf Geweben fixirenden Bindemittel Bei'2e n oder Mordants. Die gewöhnlichsten Beizen sind Alaun, dem'nan Bleizucker oder Weinstein zusetzt, ausserdem essigsaure Thouerde,^nnsalz, Eisensalze u. dgl. m. ■
Die Chromogene und Pigmente sind durch den Lebensprocess er-äugte Materien, und die Ursache der charakteristischen Färbung pflanz-licher und thierischer Organe und Gewebe. Dass in den meisten Fällen'hre Färbung von ihrer Zusammensetzung abhängig ist, ergibt sich dar-aus, dass die geringste chemische Veränderung, die sie erleiden, auch) n re Farbe verändert, oder aufhebt, und dass umgekehrt die Chromogeneln vielen Fällen nachweisbar durch chemische Vorgänge, durch Gährung,^irch.Sauerstoffaufnahme, durch Ammoniak, in Farbstoff, d. h. gefärbteMaterien übergehen. Die meisten Pigmente und Chromogene sindPflanzlichen Ursprungs, verhältnissmässig wenige kommen im Thierkör-P ei ' vor. Die charakteristischen Färbungen der Blumen, Blätter und an-derer Pflanzenorgane rühren von ihnen her. Viele Pflanzen entnalten*ber nur Chromogene, die erst künstlich in Farbstoffe übergeführt wer-^ e n können, oder die sich in bestimmten Phasen der Entwickelung derpflanze in Pigmente verwandeln. Ob wirklich jedem Pigmente ein^hrpmogen entspricht, ist nicht mit Sicherheit ermittelt, aber gewiss ist6s i dass gewisse Pigmente in ihre Chromogene zurückverwandelt werdenkönnen.
Obgleich einige Farbstoffe sehr eingehenden chemischen Unter-teilungen unterworfen und daraus zahlreiche interessante chemischeVerbindungen isolirt sind, so ist doch ihre chemische Constitution noch*enig aufgeklärt, und schon aus diesem Grunde erscheint es geboten, sie
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