Druckschrift 
2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
Entstehung
Seite
621
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

*

Histogene und andere Derivate der Album inate.

G21

1

Kn. orpellei m.

Syn. Chondrin.

Zusammensetzung in 100 Tliln.: Kohlenstoff 49,93

Wasserstoff 6,01

Stickstoff 14,47

Sauerstoff 28,58

Schwefel . 0,41.

Diese Leiinart bildet sich beim Kochen der permanenten Knorpel,er Knochenknorpel vor der Ossifikation, der Hornhaut des Auges undle W pathologischer Geschwulste, insbesondere des sogenannten Enchon-r °ms mit Wasser.

Die Eigenschaften des Chondrins stimmen mit denen des Glutins

' e bach überein, namentlich gilt dies für das physikalische Verhalten,

, e Löslichkeitsverhältnisse und die Fähigkeit der Lösungen, beim Er-

1 'ten zu gelatiniren. Das Verhalten der Lösungen aber gegen Reagen-

en ist ein verschiedenes. Während nämlich Chondrin durch Essigsäure,

a, ui und Metallsalze gefällt wird, ist dies bei Glutinlösungen nicht der

a 'f Umgekehrt bringt Quecksilberchlorid in Glutinlösungen einen

arken Niederschlag hervor, während in Chondrinlösungen nur einefr""

Vorkom-men Llllll

differen-üelleCharak-tere.

J

«m

n >bung entsteht.

Chondrin soll durch Schwefsäure zersetzt nur Leucin, und kein Gly-geben.

Horisto

ff. K

eratin,

Zusammensetzung in 100 Thln.:

. Epithelium Epidermis

Nagel

Hörn

Haare

Federn

^»hlenstoff . . 51,53 . . 50,28 .

. 51,00

. . 51,03 . .

50,65 .

. 52,4G

^ a sserstoff . . 7,03 . . C,7G .

^Ckstoff . . 1G,G4 . . 17,21 .

^Uerstoff . . 22,32 . . 25,01 .

c Wefel . . 2,48 . . 0,74 .

. G,94

. . 6,8 . .

G,3G .

. G,9G

. 17,51

. . 1G,24 .

17,14 .

. 17,72

. 21,75

. . 22,51 .

20,85)

.. 2,80

. . 3,42 .

5,00(

. 22,8G

üb

Chemisch rein ist der Hornstoff noch nicht dargestellt, und es istei 'haupt die chemische Natur des Horngewebes noch nicht genügend'. °rscht. Zum Horngewebe rechnet man verschiedene Theile des thie-b n Organismus, die in ihrer histologischen Structur mit jener der, °rrter der wiederkäuenden Säugethiere Uebereinstimmung zeigen. Im

Vorkom-men und

Eigen-schaften.

Endlichen Zustande bestehen sie alle aus kernhaltigen Zellen, welche

leii >' . er bei späterer Entwickelung in kernlose Schüppchen oder Blättcheu

,. er gehen. Zellenmembran, Inhalt und Kern seheinen anfangs chemisch

0 d' lf, ent zu sern - ^ s gehören hierher Epithelium, Epidermis, Nägel,

t Ji" a len, Hörn, Haare, Wolle, Federn, Fischbein und Schildpatt.

:yt> Alle diese Gewebe sind ihrem grössten Theil nach unlöslich in