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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Eigen-schaften.

Ist ein

sehr wich-tiges,

durch keinanderes zuersetzen-des Fieber-mittel.

Clünin-salze.

Reaction

auf Chinin.

Schwefel-sauremChinin.

Verbindungen unbekannter Radicale.

Man'nimmt an, dass in den gelben Rinden, besonders China reffdas Chinin vorherrsche, in den grauen das Cinchonin, während in de'rothen beide Rasen etwa in gleicher Menge vorhanden wären. Die »''deren Alkaloi'de scheinen auf einzelne Rinden beschränkt zu sein. V> !wichtigste von allen diesen Alkaloi'den ist das

Chinin.

Syn. Chininum, Chinina.C 40 H 24 N 2 0 4

Aus einer ätherischen Lösung krystallisirt das Chinin mit 6 AelKrystallwasser in seideglänzenden Nadeln, aus seinen Lösungen in Sä 0 'ren wird es aber als weisser käsiger Niederschlag gefällt, der zu eio eweissen erdigen Masse eintrocknet.

In kaltem Wasser ist das Chinin sehr wenig löslich, auch in koche' 1 'dem ist es ziemlich schwierig löslich, 1 Thl. Chinin bedarf nänilie'200 Thie. kochendes Wasser zur Auflösung, leichter löslich ist es übr''gens in Kalkwasser und solchem, welches etwas Ammoniak oder Chl° r 'kalium enthält. In Alkohol und Aether löst es sich leicht auf.

Das Chinin schmeckt intensiv und nachhaltig bitter, reagirt alkaliSwund schmilzt erhitzt zu einer harzartigen Masse bei etwa 120° C, ''höherer Temperatur zersetzt es sich.

Das Chinin und namentlich seine Salze, gehören zu den wirksamst 6und segensreichsten Arzneimitteln. Das Chinin wirkt nämlich mit gt 0 'ser Sicherheit fiebervertreibend, und dem Gehalte an diesem AlkaloWverdanken auch die Chinarinden ihren Ruf als Fiebermittel. Aus diese 11Grunde werden letztere gegenwärtig, wo es sich um ein Fiebermittel h» 11delt, selten mehr angewendet, da bei dem schwankenden Gehalte der Chi' 1 'rinden der Arzt die Dosis an wirklichem Heilmittel, die er gibt, gar nie 1 'kennt. Man wendet daher das Chinin lieber gleich selbst an, und 7.^ sgewöhnlich in Form eines löslicheren Chininsalzes.

Das Chinin verbindet sich mit Säuren zu zwei Reihen von Salz« 11 'neutralen und sauren. Die Meisten sind krystallisirbar, sie schmeck 6intensiv bitter, und werden ausser durch Alkalien, Platinchlorid W,Gerbsäure, auch durch Oxalsäure gefällt. Die neutralen Salze sind 1Wasser ziemlich schwierig löslich, die sauren reagiren sauer und si"leicht löslich.

Setzt man zur Lösung eines Chininsalzes Chlorwasser, und hier» 1sogleich kaustisches Ammoniak, so färbt sie sich*schön grasgrün. Wbenutzt dieses Verhalten zur Erkennung des Chinins, da es sehr chaJ'*teristisch und in hohem Grade empfindlich ist.

Schwefelsaures Chinin, neutrales: C 40 H 24 N 2 0 4 . HO, P '-j~ 7 aq. Dieses Salz ist das in der Medicin als febrifugum am b»figsten gebrauchte Chininpräparat. Es krystallisirt in langen glänzend