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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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554
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554 Organische Verbinclungen unbekannter Radicale.

Eigen-schaften.

Breuzmo-rins&ure.

Vorkom-men der

Morin-gerbsäure.

Ellagsäure ohne Zersetzung löslich. Die krystallisirte Säure enthj2 Aeq. Krystallwasser, die sie beim Erhitzen auf 100° C. verliert. Smker erhitzt wird sie zersetzt. Alkalische Auflösungen der Ellagsäiflfärben sich unter Oxydation derselben allmählich blutroth. Eisenchlo«färbt die Ellagsäure dunkelblau.

Moringerb säure.C 18 H 8 O 10 oder C 60 H 23 0 34

Die Moringerbsäure ist ein hellgelbes krystallinisches Pulver ^süsslich adstringirendem Geschmack, welches in Wasser, Alkohol «"Aether löslich ist. Beim Erhitzen schmilzt sie und gibt eine sublim 1 'bare Säure, die Pyromorinsäure. Eisenoxydulsalze fällt sie schwarzblä 1

Die Pyromorinsäure, Brenzmorinsäure, Oxyphensäur'C 12 H e 0 4 , bildet sich neben Phenylalkohol bei der trockenen Destillat! 0der Moringerbsäure, aber auch anderer Gerbsäuren und des Peucedani"'Von ihrer Bildung aus der Catechugerbsäure erhielt sie früher den Narn*Brenzcatechin. Sie ist in geringer Menge auch im rohen Holzes!enthalten. Die Oxyphensäure bildet farblose rhombische Krystalle, *'bei 111° C. schmelzen und bei höherer Temperatur sublimiren. Sie Ieinen schwachen aber angenehmen Geruch, ist in Wasser, Alkohol <|Aether leicht löslich, und ihre Lösungen reduciren Gold- und Silbersallund scheiden aus alkalischen Kupferoxydlösungen Kupferoxydul »""Alkalische Lösungen derselben färben sich an der Luft unter Säuerst^absorption dunkel. Eisenoxydulsalze fällt die Oxyphensäure olivengr 11Ihre Nitroverbindung ist die aus verschiedenen Harzen und dem G«'holzextract durch Salpetersäure erzeugte Styphninsäure: Cgt^NO^s^die in ihren Eigenschaften sich der Trinitrophenylsäure ähnlich verh*

Die Moringerbsäure ist in dem sogenannten Gelbholze (von M&itinctorid) enthalten, und wird daraus durch Auskochen mit Wasser o 9gestellt.

Neben der Moringerbsäure aber ist im Gelbholz noch eine and«'mit den Gerbstoffen in einer gewissen Beziehung stehende Säure entb*ten: die Morinsäure.

Die Morinsäure: C u H 6 0 8 , ist ein weisses krystallinisches Pul* 6 'das in Wasser sehr schwer, in Alkohol und Aether leicht löslich ist. MjAuflösung dieser Säure fällt Eisenoxydulsalze olivengrün, reducirt ° tedlen Metalle aus ihren Salzen, und liefert bei der trockenen Destilla"Pyromorinsäure. Die Morinsäure ist im Gelbholz als Kalksalz enthsil' 6

Cfltechu-

gerbsänrc.

Weitere wenig studirte Gerbsäuren sind:Catechugerbsäure: C 84 H 24 0 2(

Im Catechu, einem aus Ostindien stammenden, aus Miraosa Cot®oder auch wohl aus Nauclea Gambir gewonnenen Extracte enthalten.

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