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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Verbindungen unbekannter Radicale.

Der Man-nit kanndurchOxyda-tionsmittelin Zuckerüberge-führt wer-den

fert, mitKasestoffund Kreidegähren ge-lassen,Alkohol.

Verbin-dungendes Man-nits mitSäuren.

und Alkohol leicht lösliche Verbindung, welche bei längerer Berührfl"!mit Wasser allmählich wieder in Mannit zurückverwandelt wird. *höherer Temperatur zersetzt sich der Mannit vollständig.

Wird Platinmohr mit einer concentrirten Mannitlösung befeucWso findet beträchtliche Erwärmung statt, es entwickelt sich Kohlensätl*und Ameisensäure, und in der Lösung ist nun eine noch nicht näher ft "dirte nichtflüchtige Säure, wahrscheinlich von der Formel C ]2 Hi2 0>'und direct gährungsfähiger Zucker enthalten, der mit Hefe zusamffl«'gebracht, Alkohol und Kohlensäure liefert, und Kupferoxydsalze scofin der Kälte zu Oxydul reducirt, aber optisch unwirksam ist.

Auch durch vorsichtige Behandlung mit Salpetersäure bei Hw]liehst niederer Temperatur, wird Zucker gebildet, der direct gährun?'

fähig ist.

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Die Ueberfiihrung des Mannits in Zucker erfolgt übrigens aO c 'wenn man Mannit in wässeriger Lösung und bei einer Temperatur f010 20" C. mit dem Gewebe der Testikeln (Hoden) von Mens*'oder Thieren zusammenbringt. Für diese eigenthümliche Art der ZucK {bildung lässt sich gegenwärtig eine Erklärung nicht geben.

Lässt man Mannit mit Kreide und Käsestoff unter den für Gähf"^gen erforderlichen Verbindungen zusammenstehen, so tritt bald Gälu" 1 '"'ein, und unter Entwickelung von Kohlensäure und Wasserstoff bi' l J lsich eine reichliche Menge Alkohol und Milchsäure. Es ist sehr wahrseh 61lieh, dass bei diesem Vorgange sich aus dem Mannit zuerst Zucker bi'*

Durch verdünnte Schwefelsäure wird der Mannit nicht in ZuC»verwandelt.

Mit concentrirter Schwefelsäure bildet er eine gepaarte Schtf^ffsäure: die Mannit-Schwefelsäure, mit concentrirter Salpeters»"gekocht, liefert er Zuckersäure und Oxalsäure.

Ein Gemisch von Salpeter-Schwefelsäure verwandelt den Maniu'Nitromannit (s. unten).

Mit Bleioxyd und Kalk geht der Mannit wenig beständige »bindungen ein.

Der Mannit verhält sich gegen Säuren ähnlich wie das Gly cerlEr verbindet sich nämlich damit unter Austritt von Wasser zu den «"ceriden ähnlichen Verbindungen, die als zusammengesetzte Aether <*Mannits angesehen werden können.

Die Verbindungen des Mannits mit Säuren erhält man direct du 1Einwirkung der betreffenden Säuren auf Mannit oder Mannitan in WJrer Temperatur und in zugeschmolzenen Glasröhren. Diese Verdüngen haben die grösste Aehnlichkeit mit den Glyceriden oder ru'""len Fetten. In ihren physiologischen Eigenschaften sind sie sich oft zVerwechseln ähnlich.

Unter der Einwirkung zersetzender Agentien zerfallen sie in 'angewandte Säure und Mannit oder Mannitan. Man hat ebenso *beim Glycerin dreierlei Verbindungen mit Säuren dargestellt, nätnli 0 "'