Zinn.
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Vorkommen. Das Zinn findet sieh in der Natur im gediegenen vorkom-Zustande nicht, und gehört überhaupt zu den weniger verbreiteten Me- men 'tallen. Es kommt an Sauerstoff gebunden als das gewöhnlichste Zinn-erz, als Zinnstein, und ausserdem mit Schwefel als Zinnkies vor. Diewichtigsten Zinnbergwerke sind in Sachsen, Böhmen, England (Cornwal-lis) und Ostindien (Malacka- und Banka-Zinn).
Gewinnung. Die hüttenmännische Gewinnung des Zinns ist ein Gewinnung.Reductionspiocess mittelst Kohle. Das gewöhnlichste Zinnerz: der Zinn-stein, wird nämlich nach vorgängiger mechanischer Behandlung, Röstungu. dergl. mit Kohle und Zuschlägen geschmolzen, und das Zinn durchwiederholtes Umschmelzen gereinigt. Das ostindische und englischeKornzinn ist das reinste.
Geschichtliches,bekannt.
Das Zinn ist schon seit den ältesten Zeiten Geschicht-liches.
Verbindungen des Zinns mit Sauerstoff.
Das Zinn hat drei Oxyde, nämlich:
Zinn SauerstoffSn 0 = Zinnoxydul .... 59 : 8Sn 2 0 3 = Zinnsesquioxyd ... 118 : 24
Sn 0 2 = Zinnsäure.....59 : 16
Das Zinnoxydul ist eine schwache Salzbase, die Zinnsäure, wie ihrName sagt, eine Säure. Durch Kohle und Wasserstoff werden bei hoherTemperatur alle reducirt.
Zinnoxydul: SnO.
Das Zinnoxydul, durch Erwärmen von Zinnoxydulhydrat mit concen- Zinnoxydul,trirter Kalilauge dargestellt, ist ein schwarzes krystallinisches Pulver,welches bei massigem Erhitzen an der Luft wie Zunder zu Zinnsäureverbrennt. Das Zinnoxdulhydrat erhält man durch Fällung einerZinnchlorürlösung mit kohlensaurem Natron als weissen Niederschlag.Das Zinnoxydul ist eine Salzbasis, und verbindet sich mit Säuren zu denZinnoxydulsalzen.
Verbindungen des Zinnoxyduls mit Säuren.Zinnoxydulsalze.
Die Zinnoxydulsalze sind farblos, röthen Lackmus, schmecken widrig zinnoxy-metallisch, und sind zum Theil in Wasser löslich. An der Luft ziehen dlll8aliSe -sie begierig Sauerstoff an, und gehen beim Glühen unter Verlust ihrerSäure, wenn dieselbe flüchtig ist, in Zinnsäure über. Aus ihren Auflö-