Quecksilbei\
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und sublimirt endlich in gelben Krystallen des rhombischen Systems, dieaber bei der geringsten Erschütterung oder Berührung mit einer Nadel,Federfahne oder dgl. unter Bewegung gleichsam ruckweise roth werden,und in die tetragonalen Krystalle der rothen Modifikation übergehen.Das Quecksilberjodid ist in Wasser wenig, in kochendem starken Wein-geist leicht löslich. Auch in Quecksilberchlorid- und Jodkaliumlösungenist es in reichlicher Menge löslich, indem es mit diesen Verbindungen lös-liche Doppelverbindungen bildet.
Beim Erkalten einer heiss bereiteten Auflösung in Jodkalium scheidetsich ein Theil desselben in schönen rothen Quadratoctaedern ab. Es wirdam Lichte zersetzt. Man erhält das Quecksilberjodid durch Fällung einerAuflösung von Quecksilberchlorid mit Jodkalium, oder durch Zusammen-reiben von Jod mit Quecksilber im richtigen stöchiometrischen Verhält-nisse (1 Aeq. Quecksilber auf 1 Aeq. Jod, oder 100 Thle. Quecksilber auf127 Thle. Jod). Das Quecksilberjodid ist in Mexico als Mineral auf-gefunden.
Es findet als Arzneimittel und als Farbe Anwendung. Die Verbin-dungen des Quecksilbers mit Brom sind denen mit Chlor sehr ähnlich.Von den Verbindungen mit Fluor ist das Quecksilberfluorür: IIg. 2 Fl,dargestellt.
Verbindungen des Quecksilbers mit Schwefel und Selen.
Es sind zwei Verbindungen des Quecksilbers mit Schwefel bekannt;sie sind den Oxyden proportional zusammengesetzt, nämlich:Hg 2 S = QuecksilbersulfürHg S — Quecksilbersulfid.
Das Quecksilbersulfür, Quecksilbersubsulfuret oder Halb- Quecksii-Schwefelquecksilber, erhält man durch Fällung einer Auflösung einesQuecksilberoxydulsalzes mit Schwefelwassorstoffgas, oder durch Behandlungvon Quecksilberchlorür mit Schwefelammonium oder Schwefelkalium alsschwarzes Pulver, welches beim Erhitzen sich in Quecksilber und Queck-silbersulfid zersetzt.
Das Quecksilbersulfid oder Sulfuret kann in einer schwarzen Q Ue ck s u-und in einer rothen krystallisirten Modification erhalten werden. irersuifld.
In der schwarzen amorphen Modification erhält man es durchZusammenreiben oder Erhitzen von Schwefel mit Quecksilber als soge-nannten Aethiops mineralis, ein als Arzneimittel angewandtes Präparat, Aetbioi«ferner durch Fällung einer Quecksilberoxydlösung mit überschüssigem mmeralis 'Schwefelwasserstoffgas.
In der rothen Modification bildet es den Zinnober. Der Zinnober.Zinnober ist das wichtigste und am häufigsten vorkommende Quecksilber- 'erz. Er bildet derbe, körnige, schwere Massen von dunkelrother Farbe,oder mehr oder weniger ausgebildete Krystalle des hexagonalen Systems.