Antimon.
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natürliche Gruppe bildet, und
o 11o Antimonist meistarsenhaltig.
den beiden genannten Elementen <daher auch zu dieser gestellt wird.
Vorkommen. Das Antimon findet sich nur selten gediegen in der Vorkom-Katur, meist an Schwefel gebunden und an Sauerstoff. Von seinen na- mcn 'Uiriich vorkommenden Verbindungen wird weiter unten die Hede sein.
Gewinnung. Das Antimon wird hüttenmännisch dargestellt. Die GowumunsWesentlichen Momente des Verfahrens sind folgende:
Das Grauspiessglanzerz, das gewöhnlichste Antimonerz, wird aus demGestein ausgeschmolzen, hierauf geröstet, wobei aller Schwefel des Schwe-felantimons verbrennt und das Antimon oxydh't wird, und dann das sogeröstete Erz in massiger Glühhitze mit Kohle und Pottasche zusammen-geschmolzen, wobei sich das Antimon als Regulus ausscheidet.
Das so gewonnene Antimon ist aber nie chemisch rein, sondern Das k&ufti»enthält geringe Mengen von Eisen, Blei, Arsen und Schwefel. Dass daskäufliche Antimon gewöhnlich Arsen enthält, ist insofern wichtig zu wis-sen , als das Antimon zur Bereitung mancher als Arzneimittel wichtigerAntimonverbindungen und Antimonpräparate dient, und selbe, wenn mankäufliches Antimon anwendet, dadurch arsenhaltig werden können.
Von Arsen befreit man das käufliche Antimon durch Schmelzen mit1 in Salpeter in einem Tiegel, wobei das Arsen als arsensanres Kali indie Schlacke geht. Doch muss das Schmelzen, um vollkommen arsenfreiesAntimon zu erhalten, gewöhnlich mehrmals wiederholt werden.
Im Kleinen erhält man reines Antimon durch Zusammenschmelzenvon 100 Thln. Schwefelantimon, 42 Thln. Eisenfeile, 10 Thln. wasser-freiem schwefelsaurem Natron und 2 Thln. Holzkohle.
Geschichtliches. Einige Verbindungen des Antimons scheinen Gesohdoht-
Helles.
schon den Alten bekannt gewesen zu sein. Das Metall wurde aber erstim 1,5. Jahrhundert von Basilius Valentinus beschrieben. SeineVerbindungen haben vorzüglich Proust und Berzelius näher kennengelehrt.
Verbindungen dos Antimons mit Sauerstoff.
Man nimmt zwei eigenthiimliche Oxydationsstufen des Antimons an.Ihre Zusammensetzung ist folgende:
Antimon SauerstoffSb0 3 == Antimonoxyd .... 122 : 24Sb0 5 = Antimonsäure. ... 122 : 40.Das erste dieser Oxyde ist eine schwache Base, das zweite eineSäure. Beide sind durch Kohle und Wasserstoff leicht reducirbar.
Eine früher angenommene Oxydationsstufe, Sb0 4 , wird gegenwärtigil ls eine Verbindung der beiden obigen, als antimonsaures Antimon-oxyd: Sb0 8 , Sb0 6 = 2 (Sb0 4 ), fast allgemein betrachtet.