von Nord-häuser Vi-triolöl,
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Metalloide.
einer Flasche, die natürlich vollkommen trocken sein müssen, und von einer Kälte-inisehung umgeben sind, auffängt.
durch Ein-wirkungvon Platin-schwammauf ein Ge-menge vonschweflig-saurem undSauerstoff-
Ein anderer sehr lehrreicher Versuch versinnlieht die Bildung von Schwefel-säureanhydrid durch die Wirkung des Platinsehwammes auf ein Gemenge vontrockenem schwefligsauren und Sauerstoffgas. Fig. 65.
Fig. 05.
durch Zer-setzungvon doppeltschwefelsau-rem Xatron.
Darstellungdes Nord-häuser Vi-triolöls imKleinen.
Darstelungder engili-schen
Schwefel-säure imKleinen.
Man leitet durch die mit Platinschwamm zum Theil gefüllte starke Glasröhre cein Gemenge von getrocknetem schwefligsaurem Gas aus a und von Sauerstoffgasaus dem Gasometer b, während die Stelle der Röhre, wo der Platinschwamm liegt,zum Glühen erhitzt wird. An die Glasröhre c ist die Vorlage d angefügt, welchevon einer Kältemischung umgeben ist, und in welcher sich das gebildete Schwefel-säureanhydrid verdichtet. Der Platinselrwamm kann auch durch Eisenoxyd, Kupfer-oxyd oder Chromoxyd ersetzt werden. Dieses Experiment liefert ein schönesBeispiel der katalytischen Wirkungen.
Auch durch Erhitzen von doppelt schwefelsaurem Natron (Na 0, 2 S 0 3 ) lässtsich wasserfreie Schwefelsäure gewinnen. Man mischt 3 Tille, frisch geglühtesschwefelsaures Natron mit 2 Thln. concentrirter Schwefelsäure, und erhitzt dasGemenge allmählich bis zum Dunkelrothglühen. Wenn die geschmolzene Masseruhig fliesst, giesst man sie auf Platten aus, zerschlägt die Schmelze nach demErkalten in kleine Stücke, und unterwirft sie aus irdenen oder mit Thon beschla-genen Glasretorten der Destillation. In den mit Kis umgebenen Vorlagen verdich-tet sich das Schwefelsäureanhydrid.
Ein dem Nordhäuser Vitriolöl ähnliches Product kann man im Kleinen imLaboratorium auf die Art darstellen, dass man eine Quantität des im Handel unterdem Namen Colcothar vorkommenden Eisenoxyds in einer irdenen oder mitThon beschlagenen Glasretorte mit concentrirter Schwefelsäure befeuchtet, undhierauf bei sehr starker Hitze destillirt. Die zuerst übergehenden Parthien desDestillats werden beseitigt, die letzten aber aufgefangen. Diese so wie die vorher-gehende Destillation müssen bei sehr starker Hitze bewerkstelligt werden. Mannimmt sie daher am zweckmässigsten in einem aus einem Roste und ans Ziegel-steinen ex tempore erbauten Ofen vor, wie ihn Fig. fiß veranschaulicht.
Auch die Bereitung der englischen Schwefelsäure lässt sich in ihreneinzelnen Phasen im Kleinen und durch einen Collegienversuch veranschaulichen,und zwar dient dazu zweckmässig der in Fig. 67 abgebildete Apparat. A dieBleikammer repräsentirend, ist ein grosser Glasballon, in diesen und zwar bis nahean den Boden desselben sind mittelst eines durchbohrten Korkes Gasleitungsröhreiieingesenkt, die die Materialien zur Schwefelsäureerzeugung in den Ballon führen.Aus dem Kolben a entwickelt man mittelst Kupferblech und Schwefelsäure schwef-ligsaures Gas, ans dem Kolben 6 aus Kupferdrehspähnen und Salpetersäure Stick-