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1 (1863) Lehrbuch der anorganischen Chemie : mit Einschluss der experimentellen Technik
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Metalloide.

liquiden

schwefligen

Säure.

Ein starkos an einem Ende zugeschmolzenes Glasrohr zieht man dergestalt aus,wie es Fig. G2 versinnlicht. Der obere Theil A dieser Röhre dient als Trichter.

Fig. C

DarstellungwässrigerschwefligerSäure.

Experi-mente mit

schwefligerSäure.

Wird die Säure durch selben eingegossen, so verwandelt sieh der erste in dieRöhre B gelangende Tropfen in Dampf, und treibt die Luft aus; wird nun die_. fi , Röhre in eine Kältemischung gebracht, so verdichten sich die Dämpfeder schwefligen Säure, und es füllt sieh der leere Kanin mit liquiderschwefliger Säure an. Wenn die Röhre zu 2 /., voll ist, schmilzt mansie mit dem Löthrohr bei a ab, während der Theil B fortwährendin der Kältemischung bleibt.

Zur Darstellung wässriger schwefliger Säure entwickelt man dergeringeren Kosten halber das schwefligsaure Gas durch Erhitzen vonSchwefelsäure mit gepulverter Holzkohle, und leitet das in einer Wasch-flasche von Schwefelsäure befreite Gas in Flaschen, welche mit frischausgekochtem destillirten Wasser beinahe ganz angefüllt sind, in sehrraschem Strome ein, um den Zutritt der Luft, so viel wie möglichzu vermeiden. Sobald die Lösung gesättigt ist, werden die Flaschenluftdicht verkorkt, und umgekehrt mit durch Wasser von der Luft abgesperrtenPfropfen aufbewahrt (vgl. Schwefelwasserstoffwasser).

Bei dem Erhitzen von Kohle mit Schwefelsäure entwickelt sich ein Gemengevon schwefligsaurem und Kohlensäuregas. Diese Beimengung ist aber für die Dar-stellung der wässrigen schwefligen Säure von keinem Nachtheil, da die anfangsvom Wasser absorbirte Kohlensäure in dem Maasse, als sich die Lösung mitschwefliger Säure sättigt, wieder ausgetrieben wird.

Die die Eigenschaften der schwefligen Säure erläuternden wichtigeren Experi-mente sind etwa noch folgende:

1. Brennende Körper verlöschen im Gase. 2. Das Gas wirkt bleichend. Die-ser Versuch wird am passendsten in folgender Weise angestellt: Unter eine grosse