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2 (1868) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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588 Organische Verbindungen unbekannter Constitution.

Brom giebt damit gebromte Substitutionsderivate: Tri- und Tetra-bromphloretin.

Quercitrin

spaltet sichmit Säurenin Querce-tin und

Zucker.

Maclurin,

*

Phillyrin.

Quercitrin.

Oio H 20 On.

Aus Quercitron (der Rinde von Quercus tinctoria), einem aus Nord-amerika eingeführten gelben Färbestoff, dargestelltes Glucosid.

Das Quercitrin stellt kleine gelbe Krystalle dar, die in Wasser undAether wenig, in Alkohol dagegen leicht löslich sind. Es schmilzt bei180° C. und zersetzt sich in höherer Temperatur.

Durch Kochen mit verdünnten Säuren spaltet es sich unter Wasser-aufnahme in Quercetin und Zucker:

+ II 2 0 = £ 1S H ]0 Ö 6

+ € 6 H 12 © 6Zucker

Quercetinstellt mikroskopische, in Alkohol leicht

<3 19 H 2O 0 nQuercitrin

Das Quercetin: O ]3 H io 0 clösliche Nadeln dar. Behandelt man es mit schmelzendem Aetzkali, soliefert es Phloroglucin und Protocatechusäure.

Von weiteren stickstofffreien Glucosiden erwähnen wir nachstehende:

Aesculin: 0 2 iH 2 40i 3 , in der Rinde der Rosskastanie enthalten,stellt farblose, in kochendem Wagser und Alkohol leicht lösliche Nadelndar. Wässerige Lösungen zeigen die Erscheinung der Fluor escenz inausgezeichnetem Grade.

Fermente und verdünnte Säuren verwandeln es in Aesculetin undZucker:

0 2 iH 24 Oi3 + 3H 2 0 = 0 9 H 6 O 4 + 2(O e H 12 0 6 )Aesculin Aesculetin Zucker

Das Aesculetin: G 9 H 6 04, stellt weisse, in den Lösungsverhältnissendem Aesculin gleichende Krystallblättchen dar. Seine Lösungen fluores-ciren und reduciren Kupferoxydsalze.

Maclurin: GjsHioOg, ist in dem sogenannten Gelbholze (von Ma-clura tinctoria) enthalten und stellt ein gelbliches, krystallinisches, in Was-ser, Alkohol und Aether lösliches Pulver dar. Bei der trockenen Destilla-tion liefert es Brenzcatechin. Eisenoxydulsalze färbt es schwarzblau.Beim Schmelzen mit Aetzkali spaltet es sich in Phloroglucin und Pro-tocatechusäure:

O 13 H, 0 O 6 + H ä O = 0 6 H 6 0 3 + G 7 H (l 0 4Maclurin Phloroglucin Protocatechusäure

Phillyrin: 0 27 H 3 4G U . Findet sich in der Rinde von Phillyrialaüfolia. In heissem Wasser und Alkohol lösliche Krystalle. Durch Fer-mente und verdünnte Säuren spaltet es sichjin Philly genin und Zuck er:

0 27 H 34 On -f- H 2 0Phillyrin

: G2lH 24 0(; -f- G 6 H 12 Og

Phillygenin Zucker