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Die Arzneimittel der heutigen Medicin mit Formeln ihrer Anwendung und einem therapeutischen Repetitorium als Anhang : Teschenbuch für Ärzte
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Acidum phenylicum.

mindert den unangenehmen Geruch. Bei Anwendungauf grosso Geschwürsflächen tritt dunkle Färbung desUrins, zuweilen Strangurie ein, bei sehr ausgedehnterAnwendung (Scabies) lebensgefährl. Intoxikationserschei-nungen.

Vorzügliches Antisepticum (antiparasiticiim) .

1. Indic. d. Kreosot (s. d.);

2. Wirksamkeit bei allen möglichen septischen und In-fektionskrankheiten noch nicht genügend bestätigt,vielfach behauptet 1 ) und wahrscheinlich:

3. f) Dei Psoriasis, Pityriasis rubr., Prurigo, Prurituscutaneus;

äusserlieh

4. ein Hauptmittel in der Chirurgie (eingeführt durchLister) als Verband sowohl frischer Wunden undgutartiger Ulceratiouen zur Verhütung von Infektion,als auch vorzügl. bei jauchiger Sekretion, Gangrän,schlechter, zögernder Granulation, Knocheneiterung(oomplic. Frakturen, Caries, Congestionsabscessen);bei Hautkrankheiten, besonders bei allen parasitischen(s. d.), Eczem, Impetigo;

6. gegen Oxyuris im Clysma 0,05:150;

7. f) bei Diphtheritis 2 ) als Gurgelwasser und (2,0:200,0 eines schleimigen Vehikels mit etwas Alkohol)und in Verbindung mit der von Letzerich empfoh-lenen Manipulation des mechan. Auswischens d.Pharynx; (2,0:30,0 Aq. mit Alkohol, Glycerin.)

8. f) bei Phthisis pulmon. 3 ) und Gangräna pulmon.inhalirt;

9. concentrirt als Atzmittel (bes. empfohlen bei Lupus,Zahnschmerz) und (1: 20) als lokales Anästheticmn *)bei oberflächlichen Schnitten;

10. Wood empfiehlt d. Aufhängen von Ac. phen. crist.mit einem pulverigen Vehikel gemischt in kleinenSäckohen in der Umgebung Verwundeter

Innerlich zn 0,05—0,1 3—4mal tgl. selbst bis 2,0 p. die steigend —in aromat. Spirituosen Mixturen, Wein, am besten in Pillen.

Äusserlich 1: 50—100—250 Aq. oder Glycerin, Spir, vin. — mit Ol.oliv. 1 : 5—10 oder in beliebigem Yerhältniss mit Öl u. Kreide zurPaste geformt, applicirt mit Leinwand, Charpie, Baumwolle, Lint,mit Stanniol auf entleerte Abscesse (L i s t e r).

Acid. phenylic. 0,5Spir. aromatic. 5,0Aq. Cinnani. 90,0Syr. Althae. 30,0MJDS. mehrmals tag(Ind. 1. u. 2.)

einen Essl.

Acid. phenyl. 5,0Extr. liquir. 10,0Pulv. liqu. q. s. ut f.pilnl Ko. 200 Consp.Cinn. Cass. DS. 4 mal fcägl.2—12 Stück steigend z. n.

!) Bei der letzten Blatternepidemie in Paris als Propliylakticumgehraucht. — Dass sie ungenügend wirkt bei Syphilis hat iiebra eon-statirt.

2) Nach Schlier, havr. Intelligenzbl. f. Ärzte 1870. 35.

3) Berl. Wochenschr. 1870.

4 ) Berl. Wochenschr. 1871. 8., nach Bill, der mit obiger Lösungeine Zeitlang fomentiren liisst, und vor der Incision noch eine Bestrei-chung mit concentr, flüssiger Carbolsäure vornimmt.

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