Generationswechsel,
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als niehtbefruchtef entwickeln, ja dass aus den befruchteten EiernMännchen und Weibchen, und ebenso aus den unbefruchteten Männchenund Weibchen hervorgehen.
Generationswechsel.
Ehe wir näher auf die Natur der Eier' eingehen, muss ich nochbemerken, dass keineswegs jedes Thier oder jede Speeics auf eine Artder Fortpflanzung angewiesen ist. Bei ein und derselben Art könnenverschiedene Arten der Fortpflanzung vorkommen.
Durch die Untersuchungen von Sars und Steenstrup ist dies zu-nächst für die Medusen sichergestellt worden. In der Ostsee kommt eineMeduse in sehr grosser Menge vor,
die den Samen Aurelia aurita führt. Fi s- 69 - *)
Aus den Eiern derselben geht einkleiner bewimperter Embryo hervor,der im Wasser herumschwimmt. Diesernimmt dann Birnform an und setztsich mit einem Ende fest. Jetzt wächster aus zu einem kleinen Polypen, ernimmt eine Vasenform an, oben bildensich Höcker aus, und er wächst nun,indem er höher und höher wird. Dannfängt diese kleine A r ase an, Einker-bungen zu bekommen, sich der Querenach zu theilen. An den Ränderndieser so theilweise von einander ge-sonderten Scheiben bilden sich Hervor-ragungen, die Theilung greift tiefer
und das Ganze besteht nun aus Scheiben, die miteinander durch einenStiel in Verbindung stehen. Endlich atrophirt dieser Stiel, die Scheibenfallen auseinander und schwimmen selbstständig als Medusen im Meereherum. Fig. 69 zeigt einen älteren Zapfen, von dem schon mehrere Me-dusen abgefallen sind, ferner in B einen Zapfen in Theilung und in Aeine frei gewordene Meduse.
Auch durch Sprossung auf den Seiton der festsitzenden Larvenbilden sich Medusen. Ferner gibt es Polypenformen, bei welchen dasGeschäft der Ernährung und der Fortpflanzung zwischen den Individuengetheilt ist. Fig. 70 zeigt einen Ast von Campanularia gelatinosa, a istder Ernährungspolyp, b eine sogenannte Brutkapsel, in der Knospensprossen, die sich zu Medusen entwickeln, c ein leerer Becher, B und Csind successive Entwickelungsstadien und D ist, die frei gewordeneMeduse. Diese Medusen werden wieder geschlechtsreif, aus ihren Eierngeht später wieder ein Embryo hervor, der sich wieder festsetzt, ausdem Embryo geht wieder ein Polypenstock hervor u. s. w.
Dies ist die merkwürdige Erscheinung, welche mit dem Namen desGenerationswechsels belegt worden ist.
*) Fig. 69 und 70 aus Prof. Sclimarda's Zoologie.