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Vermehrung durch. Knospenhildung:.
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abgeschnittene Arme zwar im Wasser fortleben, aber kein ganzes Thierwieder aufbauen.
Sie brauchen jetzt an die Stelle dieser künstlichen Theilung nureine natürliche zu setzen, und haben dann das, was wir mit dem Namender Fortpflanzung, der Vermehrung durch Theilung benennen.
Denken Sie sich z. B., dass die Glocke einer Vorticelle sich zuerstam Rande einbiegt, dass die Einbiegung immer tiefer wird, so dass ausder becherförmigen Glocke zuletzt zwei Glocken entstehen, dass sich diesevollständig von einander trennen, dass jeder der beiden ein eigenes Stiel-stück nachwächst, so haben Sie nun zwei Vorticellen, zwei Individuenstatt des früheren einfachen Individuums. Auch bei anderen Infusorienkommt in ähnlicher "Weise Vermehrung durch Theilung vor. Es muss aberbemerkt werden, dass sie hier nicht ganz so häufig ist, wie man frühergeglaubt hat. Man hat früher eine Verwechslung begangen, man hatimmer, wenn man zwei Infusorien in unmittelbarer Verbindung miteinander sah, dies für ein Thier gehalten, das in Theilung begriffen ist.Balbiani hat aber später gezeigt, dass diese Doppelthiere keineswegsimmer so zu deuten sind, sondern dass bei den Infusorien auch geschlecht-liche Zeugung vorkommt, dass einige derselben sich begatten, und dasssie sich dann so unmittelbar an einander legen, dass man ein Thier inTheilung vor sich zu haben glaubt.
Die Fortpflanzung durch Theilung ist nicht auf freilebende Organis-men beschränkt: sie kommt auch im ausgedehntesten Maasse in denElementarorganismen vor, welche unseren Körper zusammensetzen, in denZellen. Sie ist hier angenommen worden, so lange überhaupt die Zellen-theoric existirt, aber direct beobachtet ist sie erst in neuerer Zeit vonStricker. Die früheren Angaben über Theilung der Zellen beziehen siehdarauf, dass man eine Reihe von Bildern neben einander gehabt, beiwelchen man verschiedene Grade der Einschnürung gesehen hatte, unddeshalb auch mit einem gewissen Hechte auf eine Theilung der Zellenschloss. Es ist aber noch ein Unterschied, ob man einen solchen Schlussaus einer Beihe von Bildern macht, oder ob man vor seinen Augensolche Theilungen vor sich gehen sieht. Das ist eben erst in neuererZeit geschehen. Es zeigte sich, dass, während das Protoplasma einer Zellegewöhnlich eine Hauptmasse ist, von der die Fortsätze ausgehen, das-selbe sich zunächst so anordnet, dass es zwei Hauptmassen bildet, dieaber noch durch eine Brücke mit einander in Verbindung stehen. DieseBrücke wird nach und nach immer dünner und länger, manchmal kannsie sich dazwischen wieder verdicken, die Protoplasmamassen könnentemporär wieder zusammenfiiessen, dann gehen sie wieder auseinander,endlich kommt ein Moment, wo diese Protoplasmabrückc roisst und auseinem Individuum, aus einer Zelle zwei geworden sind.
kö:
Vermehrung durch Knospenbilduug.
Die andere Art der Fortpflanzung ist die durch Knosponbildung.Das Wesentliche der Knospenbildung ist, dass irgendwo an dem mütter-lichen Organismus ein Gebilde, eine Hervorragung entsteht, die sich inder Weise differenzirt, dass man darin die Anlage des neuen Individuumserkennt, dass dieses neue Individuum sich bis zu einem gewissen Grade