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Geschmackssinn.
Wassers herumflattert, sondern springt nach demselben, weil er es sieht,nnd gerade so springt er ane.h nach dem künstlichen Köder, weil erdenselben sieht. Da das Thier im Wasser lebt und nicht in der Luft,so muss auch sein Geruchssinn insofern andere Fähigkeiten haben, alshier nicht Substanzen gerochen werden, die in der Luft verbreitet sind,sondern Substanzen, die im Wasser verbreitet sind, ähnlich wie wir dieSubstanzen, die im Wasser verbreitet sind, schmecken. Es ist sehr wohlmöglich, dass den Fischen ihr Geruchsorgan im Wasser als Wegweiserdient, so dass sie durch dasselbe die Regionen kennen lernen, die ihnenzuträglich sind, und diejenigen, welche ihnen nicht bekommen, diejenigenRegionen, wo sie sich Rechnung machen können ihre Existenz zu finden,wo sie ihren Laich absetzen können u. s. w.
Geschmackssinn.
Verbreitungsgebiet.
Wir haben schon früher bei der Physiologie der Hirnnerven aus-führlich besprochen, welche Nerven wir für die Geschmacksnerven halten,welchen Nerven wir einen. Antheil an der Geschmacksempfindung zu-schreiben. Jetzt tritt aber eine andere Frage an uns heran, die, mitwelchen Theilen wir schmecken. Es existirt von den rothen Lippen anbis in den Oesophagus hinein kein Ort, von dem. nicht einmal gesagtworden ist, dass er schmecke. Es fragt sich nun: Was ist hieran That-sächlichos ? Von welchen Theilen der Schleimhaut können wirklich Ge-schmacksempfindungen erregt werden? Nach den Untersuchungen vonStich und Klaatsch, die ausführlich mit süssen, sauren, bitteren undsalzigen Substanzen experimentirt haben, können Geschmacksempfindungenvon dem Rande der Zunge aus erregt werden, von einem Streifen, derum den Rand der Zunge herumgeht, aber oft nur eine Breite von 2 Linienhat; dann von den hinteren zwei Drittheilen der Zungonobcrfiäche undvon der unteren Fläche des .veichen Gaumens. Leber den Rand der Zungeund über die zwei hinteren Drittheile der Zungenobcrfiächc ist keinZweifel vorhanden, über das Schmecken am Gaumen sind Zweifel erhobenworden, indem nicht alle Versuche früherer Experimentatoren ein posi-tives Resultat ergeben haben.
Es fragt sich, wie ist es möglich, dass die Angaben über dieschmeckenden Partien der Schleimhaut so verschieden ausfallen konnten,und wie kann es überhaupt so grosse Schwierigkeiten haben, das Gebietzu begrenzen, innerhalb dessen geschmeckt wird? Das hat verschiedeneGründe. Erstens soll bei solchen Versuchen eine Geschmacksempfindungausgelöst werden von einer verhältnissmässig kleinen Stelle, denn nurdadurch ist es möglich, das Gebiet genau zu begrenzen. Nun wachsenaber die Geschmacksempfindungen mit der Grösse des Areals, welchesvon der schmeckenden Substanz berührt wird ; man kann deshalb sehrfein schmecken, wenn man eine Flüssigkeit im Munde verbreiten kann:von einer kleinen Stelle eine deutliche Geschmacksempfindung hervorzu-rufen, hat seine Schwierigkeiten. Es ist auch nicht gestattet, die Zunge