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Thomas Yöung's Theorie.
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mischen, sondern auch darauf, in welcher Menge wir dieselben miteinandermischen. Ich kann aus einem bestimmten Roth und einem bestimmtenGrün alle dazwischen liegenden Arten Gelb mischen, einlach dadurch,dass ich einmal mehr die Intensität des Grün und das andere Mal mehr dieEntensität des Roth wachsen lasse: zweitens aber, und das ist ein absolutesHinderniss für jede Erklärung aus der Undulations-Thcorio, ich kanndie Farben für mein Gesicht in der Weise mischen, dass die eine Farbenur in das eine Auge und die andere Farbe nur in das andere Augehineinkommt. Wenn ich dem einen Auge Roth und dem andern Blaudarbiete und fixire einen bestimmten Punkt, so sehe ich, wie wir späternoch näher kennen lernen werden, Violett. Hiemit ist jede Art vonphysikalischer Erklärung solcher Farbenmischung ausgeschlossen. DieYoung'schc physiologische Theorie gibt aber eine sehr einfache Erklä-rung. Sie sagt nämlich: Wenn gemischtes oder monochromatisch rothesLicht auf meine Augen wirkt, so erregt es alle Fasern, aber die roth-empfindenden am stärksten und wenn grünes Licht, gemischtes odermonochromatisches, auf meine Augen einwirkt, so erregt es alle Fasern,aber die grünempfindendon am stärksten. Beide gleichzeitig geben alsoeinen gemischten Eindruck, der Gelb ist, weil er analog ist demjenigenEindrucke, den das gelbe Licht hervorbrachte, das auch alle Fasernerregte, aber die roth- und grünempfindenden Fasern stärker als dieviolettemjilindenden. Mit dieser Erklärung ergibt sich auch sehr leicht,warum man alle Nuancen zwischen Grün und Roth hervorbringen kann,je nachdem man die Intensität der einen oder der andern Strahlensteigert. Man bringt nämlich durch Steigern der Intensität des rothenLichtes dasselbe hervor, was man bei Versuchen mit monochromati-schem Lichte dadurch hervorbringt, dass man von Gelb weiter gegenRoth hin geht. Wenn ich aber bei gemischtem Lichte die Intensität desGrün steigere, wird die Erregung der grünempfindenden Fasern grösser,ich bringe also dasselbe hervor, als wenn ich mich bei Versuchen mitmonochromatischem Lichte gegen die Seite des Grün hin begebe.
Es kann noch darüber discutirt werden, welche die Grundfarbenseien, da es ja möglich sein würde, auch aus anderen Farben, als ausRoth, Grün, Violett, die übrigen zu mischen. Man hat in früherer ZeitRoth, Gelb und Blau allgemein als die Grundfarben aufgestellt. Diesrührte daher, dass man aus Pigmenten zwar Grün und Violett aber nichtGelb und Blau mischen konnte. Aber das ist hier durchaus nicht massgebend,weil bei den Pigmenten, wie wir früher gesehen haben, durch Sub-traction gemischt wird, und auf der Netzhaut, in unserer Empfindung, durchAddition, durch gleichzeitige Erregung mehrerer Arten von Nervenfasern.Die neueren Untersuchungen haben einhellig zu dem Resultate geführt,dass Roth und Grün zwei der Grundfarben seien, über das Violett ist mannoch nicht vollständig einig. Während Thomas Young und llelmholtzdas eigentliche Violett für die dritte Farbe halten, sind Maxwell undExn er der Meinung, dass es nicht das eigentliche Violett sei, sonderndie als Indigo bezeichnete Zone, die zwischen dem eigentlichen Violettund dem Blau liegt. Exn er sagt: Die Grundfarben erregen zwar alleFasern, aber immer eine am stärksten. Da aber andererseits die gemischtonFarben immer zwei Arten von Nervenfasern stärker erregen, so mussman die gemischten Farben mehr als die Grundfarben verändert finden,