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2 (1876) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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Nervensystem.

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kurzen Papillen aber liegt nur eine Gefässschlinge im unteren Theilederselben, und dafür liegt im oberen Theile ein längliches, eiförmigesoder, wie man gesagt hat, tannenzapfenartiges Gebilde, in welches hin-ein sich ein oder mehrere doppelrandige markhaltige Nervenfasern ver-folgen lassen. Diese sieht man sich darin noch scheinbar theilcn. Wachden von G. Thin im hiesigen pathologischen Institute ausgeführtenUntersuchungen enthält jedes Tastkörperchen so viele von einer Kapselumschlossene Einzelkörper als Nervenfasern eintreten, die in den Ein-zelkörpern endigen sollen, ohne sich zu theilen. Es gibt darnach Ein-linge, Zwillinge und Drillinge. Jedes Einzelkörperchen ist hiernach dasEndgebilde einer und nur einer Nervenfaser. Das ganze Körperchenist mit Querstreifen bedeckt, als ob es aus einem oder mehreren faden-förmigen Gebilden zusammengeknäult wäre. Die Art und Weise, wiedie Nervenfasern in diesem Gebilde endigen, kennt, man nicht genau;man weiss nur, dass diese Körperchen wahre Endgebilde sind, und dasie gerade an denjenigen Theilen gefunden werden, mit denen wir vor-zugsweise tasten , so ist der Schluss berechtigt, dass diese Körperchenwahre Tastkörperchen seien.

Noch an anderen Stellen des Körpers hat man unmittelbar unterder Oberfläche kolbenartigo Gebilde gefunden, in welche offenbar sensibleNerven hineingehen. Man würde aber irren, wenn man daraus schliessenwollte, dass die sensiblen Nerven immer und überall mit kolbenartigenEndgebilden endigen müssen.

In neuerer Zeit hat Cohnheim die Nerven der Hornhaut näheruntersucht und mit Hilfe der Vergoldungsmethode gefunden, dass dieNerven der Cornea, in der Nähe der Oberfläche derselben, ein reichesNetzwerk von marklosen Fasern, einen wahren Plexus bilden, und dassvon diesem Plexus aus wieder kleine Fäden hinauf gehen, an die Ober-fläche und zwi-ri P- 3 - sehen den Epithel-

zellen blind en-digen.

Von den mo-\Y \\\ torischen Nerven

kennt man bis jetztnur die Endigun-gen in den Skelet-muskeln mit Si-cherheit. DieEndi-gungen der motori-{;J , sehen Nerven ini den unwillkürli-chen Muskeln sindnicht mit Be-stimmtheit be-Ma kannt. Die erstenderartigen Endi-gungen hat Doyere beobachtet, und zwar bei Gliederthieren, bei Tar-digraden. Er beobachtete, dass das Sarkolemma der Muskelfaser sichin einen Hügel erhebt und dann sich unmittelbar fortsetzt in die Scheide

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