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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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Pflanzenbewegungen.

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wird also um so grösser sein, je schlaffer das Gelenk ist, und wird umso kleiner sein, je straffer das Gelenk. Den Unterschied a —oc, notiroich. Jetzt reize ich an der unteren Seite des Wulstes, indem ich ihnmit einem Bleistift oder einer Sonde berühre. Sogleich fallt das Blattin seine Nachtstellung. Ich neige jetzt den Topf, bis der Blattstielhorizontal ist, und messe den Winkel, den ich jetzt «„ nennen will;dann kehre ich den Topf um, wie in Fig. 50, und messe wieder denWinkel, den ich nun a„, nennen will. Ich finde dann, dass «,, — a,„mehrmals so gross ist, als die Differenz a —a, und dass mithin das Gelenkentschieden schlaffer geworden ist. Das Blatt fällt also in die Nacht-Stellung herunter, weil das Gelenk in seiner unteren Hälfte erschlafft ist.Dass es zunächst in seiner unteren Hälfte erschlafft ist und nicht inallen Theilen gleichmässig, das kann man daran sehen, dass der StielWeht ganz wieder in die Tagstellung übergeht, wenn man den Topfumkehrt, so dass das Blatt mit seiner Schwere zu Gunsten dieser wirkt.Wie kommt diese Erschlaffung zu Stande? .Wenn man die untereSeite des Wulstes beobachtet vor der Beizung und nach derselben, 80sieht man, dass sich ein auffallender Farbcnwechsel vollzieht. Die untereWulstseite ist vor der Beizung hellgrün, nach der Beizung dunkelgrün.Wir haben gar keinen Anhaltspunkt dafür, anzunehmen, dass das Chloro-phyll seine Farbe plötzlich verändern könne, wir können also diesenUnterschied nur herleiten davon, dass einmal Luft in den Intercellular-i'äumen, welche hier namentlich gegen die Axe hin sehr stark entwickelts md, enthalten sei, und das andere Mal Flüssigkeit. Das ist eine unsDekannte, häufige Ursache der verschiedenen Färbung verschiedener"flanzentheile. Wir wissen, dass, wo sich grosse mit Luft gefüllte Inter-cellularräume finden, die Farbe relativ hell ist, weil beim Uebergangedes Lichtes aus den festen und flüssigen Theilen in luftförmige undUmgekehrt viel Licht refiectirt wird: dass dagegen da, wo solche Luft-räume nicht vorkommen, wo die Zellen entweder unmittelbar an einandergefügt, oder die Zwischenräume zwischen ihnen mit Flüssigkeit gefüllts md, die Farbe relativ dunkel ist, weil dann die Beflexionen wenigerWirksam sind. Wo kommt aber die Flüssigkeit her, welche sich in dieintercellularräume hineindrängt?. Sie kann nicht gut anderswo, als aus"6n Zellen herkommen, und mit ihrem Uebertritte in die Litorcellular-!'aume muss eine Erschlaffung des Gelenkwulstes zusammenhängen; dennes ist klar, dass, wenn erst die ganze Flüssigkeit sich in den Zellen be-findet und in den Intercellularräumcn Luft, die Zollen dann praller ge-lullt sein mussten, als sie es sind, nachdem sie so viel Flüssigkeitabgegeben haben, dass sie die ganzen Intercellularräume damit anfüllten.™as kann aber die Ursache sein, dass die Flüssigkeit aus den Zellen inuie Intercellularräume übergeht? Ich kann den Uebertritt local bewirktüaben dadurch, dass ich an die untere Wulstscito angerührt habe; dennhier befinden sich sueculente Zellen unmittelbar unter der Oberfläche,( " e > wenn sie einen Druck erleiden, einen Theil ihrer Flüssigkeit in dieIntercellularräume abgeben müssen. Die Flüssigkeit aber, welche in dieintercellularräume eintrat, konnte bewirken, dass auch alle übrigenZellen einen Theil ihrer Flüssigkeit abgaben und zwar aus folgendem"runde. Denken Sie sich eine Bohre unten mit einer porösen Scheide-Wand geschlossen; denken Sie sich ferner in dieselbe Wasser gegossen,

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