Der Stoffwechsel. 219
ler viel mehr auf die gelösten Theile bezieht, als auf diejenigen, welcheei 'cits Gestalt, welche bereits Form angenommen haben, und somit0r mbestandtheüe des Körpers geworden sind.
Es ist indessen unzweifelhaft, dass immer eine gewisse Mengelß kstoffhaltiger Substanzen verbraucht werden muss, und, wie es scheint,cllc h immer eine gewisse Menge von Substanz unseres Körpers verbrauchtrden muss, auch wenn eine hinreichende Ernährung stattfindet. Maneiss , dass man den Stickstoffumsatz des Körpers nur auf eine gewisseitere Grenze, nicht weiter, herunterdrücken kann, man mag die Er-l ' un g' regeln, wie man will. Man mag mit stickstofflosen Substanzen° c h so reichlich füttern, um den Stickstoffumsafz zu beschränken, um diees piration wesentlich auf Kosten stickstoffloser Substanzen stattfinden zuss °n: es bleibt immer eine gewisse Menge von stickstoffhaltigen Sub-u zen, namentlich von Harnstoff, welche binnen vierundzwanzig Stunden^geschieden wird, und welche zeigt, dass immer eine gewisse Menge vonOKstoffhaltigen Substanzen im Körper zersetzt werden muss. Wenn nurc kstofFlose Substanzen gefüttert werden, so müssen diese stickstoff-l "ig en Substanzen natürlich dem Körper als solchem entnommen werden," das Individuum geht deshalb bei einer solchen Ernährung rettungslos. «runde. Interessant ist es, dass es nicht einmal gelingt, das Individuumfttickstoffgleichgewicht zu erhalten, wenn man ihm dieselbe Mengei f . olv8 toff, welche es unter solchen Umständen ausscheidet, in Gestalt von, eisskorpern in der Nahrung gibt. Die Menge dos ausgeschiedenen Stick-nes wächst dann, so dass das Individuum wieder ein Stickstoffdeficit• Pettenkofer und Voit mussten ihrem Versuchshunde sogar 2|inal>» ^"'ol Stickstoff in der Nahrung zuführen, als er bei stickstofffreierIrung ausschied, um Gleichgewicht, um Beharrungszustand zu erzielen., Wenn also nicht die hinreichende Nahrung zugeführt wird, quali-„ lv oder quantitativ, so ist die Folge davon, dass die Substanz desj S a nismus angegriffen wird, und wenn dies fortdauert, so geht dasai viduum demjenigen Zustande entgegen, welchen wir mit dem Namen' Inanition bezeichnen. Es werden aber dabei die verschiedenen Be;;ü<ttheile des Körpers in sehr verschiedener Weise angegriffen. Hebers en Gegenstand liegen uns ausführliche Untersuchungen von Chossattp • Fr Hess Tauben verhungern, und bestimmte an den verhungerten; ben das Gewicht der einzelnen Organe, während er früher dieselben8ane anderer wohlgenährter Tauben von gleichem Gesammtgewichteu gleichem Alter mit seinen Vorsuchsthieren dem Gewichte nach be-"Unat hatte. Daraus ergab sich schliesslich folgende Tabelle, in welcher6 Jlenge der verlorenen Substanz in Bruchzahlen von der ursprünglichl üandenen Substanz ausgedrückt ist. Die Menge der ursprünglich vor-Dcleneu Substanz wurde erschlossen aus den Zahlen, die an den er-raten wohlgenährten Tauben gefunden worden waren.
Verlust in Brnchtheilen des ursprünglichen Gewichtes der Organe.
Fett...........0,933
Milz...........0,714
Pankreas.........0,641
Leber..........0,520
Herz...........0,448
Därme..........0,424
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