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Spezieller Teil. Elektromotorische Kräfte.
nun in einem zweiten Stromkreise, welcher gleichzeitig das Meß-instrument O aufnimmt, so geschaltet, daß die Stromrichtung vonE der von e entgegengesetzt gerichtet ist. Die Zuleitungsdrahtevon E führen einmal zu a, das andere Mal mittels verschiebbarenKontaktes zum Widerstand ab. Der letzte Kontakt wird nunan die Stelle c des Eheostaten gebracht, bei welcher das Meß-instrument Stromlosigkeit anzeigt. Dann sind die längs des Wider-standes ac auftretenden Spannungsabfälle von E und e gleich.Man kann also, vorausgesetzt, daß der Bheostat genau kalibriertist, bei der Proportionalität von Spannungsabfall und Widerstandsogleich den Bruchteil der bekannten elektromotorischen Kraftangeben, welcher gleich der zu bestimmenden ist.
100 A
9
• 900
90«
•800
80*
• 700
70»
• 600
00»
• 500
50*
•400
40«
• 300
30*
• 200
20«
• 100
10«
0
Fig. 92. Kompensationsmethode.
Fig. 93. Rheostat.
Zur Ausführung der Methode giebt Ostwald x folgendeVorschrift: Der Widerstandskasten A (Fig. 92), zu dessen End-klemmschrauben die Poldrähte der bekannten elektromotorischenKraft E führen, ist zweckmäßig ein Dekaden-Rheostate mit1000 Ohm, welche in der Form 9 X 100 + 10 X 10 angeordnetsiad (Fig. 93).
Beträgt die elektromotorische Kraft E z.B. 1 Volt, so findetfür 1000 Ohm der gesamte Spannungsabfall statt; für je 100 Ohm0-1 Volt, für je 10 Ohm 0-01 Volt. Man hat mithin zwischen je
Ztschr. f. pbys. Chemie I, S. 403.