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Leitfaden der praktischen Elektrochemie
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Theoretisches.

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Erzeugung der Elektricität mit materiellen Verschiebungen inner-halb des Systemes verknüpft sind, so daß mit der Bildung derElektricität eine thatsächliche materielle Veränderung verbundenist, sollen zu elektrochemischen Maschinen gerechnet werden.Man bezeichnet dieselben als galvanische Elemente, oder kurz alsKetten. Die in diesen gekennzeichneten Apparaten auftretendenelektromotorischen Kräfte bestimmen, berechnen und messen zukönnen, ist eine der wichtigsten Aufgaben der theoretischen wiepraktischen Elektrochemie.

Die Einheit der elektromotorischen Kraft ist das Volt, d. h.diejenige, welche durch die Einheit des Widerstandes (Ohm) inder Zeiteinheit die Elektricitätsmenge Eins hindurch befördert,also gegeben durch die Gleichung des OHM'schem Gesetzes:

% = 1 Amp-1 Ohm = 1 Volt.

Wie in der theoretischen Elektrochemie ausführlich gezeigtwird, ist das Zustandekommen elektromotorischer Kräfte auf dieAusbildung von Potentialdifferenzen zurückzuführen. Bringt manzwei verschieden hohe Potentiale 1 in leitende Verbindung, sofindet ein Ausgleich statt; es fließt Elektricität vom höheren zumniederen Potential, bis Gleichgewicht herrscht. Die Größe derPotentialdifferenz ist mithin das Maß für die in Wirksamkeittretenden elekromotorischen Kräfte.

Bei der Untersuchung der elekromotorischen Kräfte inter-essiert in erster Linie die Frage nach der Stelle des die Elektricitätliefernden Systemes, an welcher die nötigen Potentialdifferenzensich ausbilden. Die lange Zeit herrschende große Unklarheit und

1 Das Potential ist ein Wertmesser der elektrischen Energie. Nehmenwir an, daß die Erde, ein Leiter der Elektricität, unendlich viel positiveund negative Elekricität enthalte, dann wird ein positiv geladener Körper,in Verbindung mit der Erde gebracht, Arbeit leisten, indem er an letzterepositive Elektricität abgiebt. Umgekehrt muß die Erde an einen negativgeladenen Körper positive Elektricität abgeben. Da wir uns die Erde alseinen unendlich großen Leiter vorstellen können, dessen Gehalt an Elek-tricität unbeeinflußt von den mit ihm in Berührung kommenden Körpernkonstant bleibt, so können wir den elektrischen Zustand eines Körpers da-durch charakterisieren, daß wir die elektrische Arbeit, welche bei der Wechsel-wirkung dieses Körpers mit der Erde möglich ist, angeben. Diejenige Arbeitnun, welche nötig ist, um die Einheit der positiven Elektricitätsmenge vonder Erde auf einen Körper zu schaffen, bezeichnet man als das Potentialdes Körpers.

Lös, Elektrochemie. 12