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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Baryuni.

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In W

tsserstoff'r Temp e '

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asser (specif. Gew. 1,57 bis 2,5), laufen an feuchter Luft an, haltenlc h aber in trockener ziemlich unverändert. Das Wasser zersetzen16 schon bei gewöhnlicher Temperatur (Magnesium erst bei 30°C.)ODter heftiger Wasserstoffgasentwickelung. An der Luft erhitzt, ver-kennen sie mit glänzendem Lichte zu Oxyden, auch mit Chlor und Schwe-

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vereinigen sie sich beim Erwärmen unter Feuererscheinung.Die Oxyde dieser Metalle heissen alkalische Erden und zwar Die Oxyde

sie in ihren Eigenschaften sich einerseits den Alkalien, andererseits talle heissen

Q er den eigentlichen Erden (Oxyde der Metalle der nächsten Gruppe) Erien* 6üs uhliessen. Sie sind starke Salzbasen und vereinigen sich mit Wasser^mittelbar zu Hydroxyden oder Hydraten: den kaustischen alka-s ohen Erden. Diese haben einen ätzenden laugenhaften Geschmack,e1, aber weniger ausgesprochen ist, wie bei den kaustischen Alkalienn d sind in Wasser, wenngleich schwieriger wie die Hydrate der Alkalien,s hch (Magnesiumhydroxyd beinahe unlöslich). Die Lösungen reagiren«alisch. Die Hydrate der alkalischen Erden sind bei gewöhnlichenUzegraden feuerbeständig und verlieren in der Glühhitze ihr Wasserlc W. Sie ziehen aus der Luft Kohlensäure an. Die Salze der alkali-

' ctl en Erden sind nur zum Theil in Wasser löslich. Die neutralen kohlen-auren und phosphorsauren Salze sind in Wasser unlöslich, es werdena fler die löslichen Salze durch phosphorsaure und kohlensaure Alkalien

gefällt.

Die neuere Theorie betrachtet die Metalle der alkalischen Erden alslv alent oder zweiwerthig, mit welcher Annahme insbesondere die

*'omwärme derselben in Uebereinstimmung steht (vgl. S. 401). Dem-

pmäss wären die Atomgewichte derselben doppelt so gross wieftr e Verbindungsgewichte.

B a r y u m.

Symbol Ba. Verbindungsgewicht = 68,5. Atomgewicht = Ba 11 = 137.Specifisches Gewicht: nicht bestimmt.

Das Baryum ist noch wenig gekannt. Es wurde bisher nur in Ge- Eigen-eines gelben, metallglänzenden Pulvers erhalten, welches sich an der;^ft rasch oxydirt und das Wasser bei gewöhnlicher Temperatur zersetzt,udet mit Platin eine gelbe spröde Legirung.

Vorkommen. Findet sich als solches in der Natur nicht. Von Vorkom-e m Vorkommen seiner Verbindungen wird bei diesen die Rede sein.

Darstellung. Wurde bisher nur auf elektrolytischem Wege aus Darstellung,"'"lorbaryivm von Bunsen und Matthiessen erhalten. Die Verbin-den des Baryums sind durch ein sehr bedeutendes specifisches Ge-

v ' öorup-Besanez, Anorganische Chemie.

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