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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Metalloide.

denheiten. Wird Antimonwasserstoffgas in eine Auflösung von

salP'

saurem Silber geleitet, so scheidet sich ein schwarzer Niedersei 1 ' n ,Antimonsilber, Ag ;) Sl), aus. Reiner und concentrirter, d. h. mit jWasserstoffgas gemengt, erhält man das Antimonwasserstoffg aS vl) nBehandlung von Natriumamalgam mit einer concentrirten Lösüös ^Antimonchloriir; aber ganz rein konnte es bisher nicht gewonnen^ ..

und daher ist auch sein Volumgewicht, sowie seine volumetrischemensetzung unbekannt. Der Analogie nach zu schliessen, wäremit jener des Arsenwasserstoffs übereinstimmend.

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Die Schwo-felverbin-dungen desAjitimonsBind eben-falls Sulfo-säuren.

Antimon und Schwefel.

Auch die Verbindungen des Antimons mit Schwefel sindOxyden proportional zusammengesetzt, nämlich:Sb S 3 = Antimonsulfür,Sb S 5 = Antimonsulfid.Beide Verbindungen sind Sulfosäuren und lösen sich alssalze in Schwefelalkalien auf. Ihre Formeln werden gegenwärtigverdoppelt geschrieben.

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A ntimonsulfür.

Grauspiess-glanzerz.

Spiess-glanzglas,

SbS 3Verbindungsgewichtsformel

Verbindungsgewicht = 170

Sb 2 Og )llt J.

Atomistische Molekular

Proc. Zusii»

,«"'"

Setzung: Antimon 71,80;

Molekulargewicht = 340. .Schwefel 28,20. Specif. Gewicht 4,6 bis '

• 0"Das Antimonsulfür oder Dreifach-Schwefelantimon kommt u" , t i'

ralreiche als das häufigste Antimonerz unter dem Namen Grai lS f v

glanzerz oder Antimonglanz vor. Es bildet meist lange, s * 1 ' „pJ

tige Krystalle des rhombischen Systems, oder krystallmisch-blätö* 1 » ifi

strahlige Massen von ausgesprochenem Metallglanz und blei- °"- et t0

grauer Farbe. Es ist spröde, leicht schmelzbar und in stärker« <<$

bei Luftabschluss flüchtig. Wird es in geschmolzenem Zustande p dji

abgekühlt, so stellt es eine dunkelbraune, amorphe Masse dar. ^$

ein etwas geringeres specifiscb.es Gewicht zeigt und Nichtleiter ^-^4

tricität ist, während das ursprüngliche Schwefelantimon die El e)i

leitet. ^0

An der Luft erhitzt (geröstet), verwandelt es sich in s fS #'

Säure und Antimonoxyd, letzteres aber tritt mit einem Theile u bZ . ^i

ten Schwefelantimons selbst in Verbindung. Eine derartige ^ -n^

ist das Spiess glanzglas, welches man durch unvollständige 13 ^i 1

des Grauspiessglanzerzes, und Zusammenschmelzen der oxydn' teia 0p

als eine glasartige, braune bis hyacinthrothe Masse darstellt. L 1