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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Phosphor.

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Gewöhnli-cher Phos-phor,

L"" fe aUm Körper von verschiedener Natur, verschiedene Elemente dar-8o ]j " Wenn daher die Eigenschaften des Phosphors geschildert werdenil er ' so müssen die allotropischen Modifikationen desselben, vor AllemR w öhnlichePhosphor, und der rothe oder sogenannte amorphe""or, auseinandergehalten werden.

Selb '. ew °hnlieher Phosphor. Bei mittlerer Temperatur stellt der-W eiDen nahezu farblosen bis schwach gelblichen, durchscheinenden,Ij., bJanzenden und unangenehm knoblauchähnlich riechenden, festenHij. , Von der Consistenz des Wachses dar, der sich auch wie diesesIVj.,, n Messer schneiden lässt. In der Kälte dagegen ist er spröde.'äi'bl 6r nos phor bis auf -f- 44° C. erwärmt, so schmilzt er zu einer2|jQ, ln eQ Flüssigkeit, die in der Kälte wieder erstarrt; bis auf etwa Der Phos-Yec w ' ltl ei ner Retorte, sonach bei Luftabschluss erhitzt, siedet er und aestillirtl) e j . e ^ sich in einen farblosen Dampf. Wird dagegen der PhosphorW ''Zutritt nur etwa bis + 60° C. erwärmt, so entzündeter sich undD 6r p *' mit glänzend weisser Flamme zu Phosphorsäureanhydrid.krji ,° s P nor gehört überhaupt zu den am leichtesten entzündlichen Kör-gar ' Un se ine Entzündung erfolgt nicht allein durch Wärme, sondern so-'Wu 0l1 ^ Uron blosses Reiben desselben an einem rauhen Körper, sowieP]w ' dass man auf die Oberfläche des unter Wasser geschmolzenenist, t i ° rs re ines Sauerstoffgas leitet. Je feiner vertheilt der Phosphors ich leichter entzündlich ist er, und sehr fein zertheilter entzündet

leU, We üen von selbst ohne bemerkbare äussere Veranlassung. Dieserkei(; ^Mündlichkeit, sowie überhaupt seiner hohen Oxydationsfähig-er u^i. hen ' bewahrt man den Phosphor stets unter Wasser, in welchemSe t Y ! ^i a nf. Es ist der Phosphor um so mehr ein nur mit gros-*<%,t ^ zu handhabender Körper, als die Brandwunden, die er er-

4nf j ellr schmerzhaft sind und meist in bösartige Eiterung übergehen.^ Un c bten Entzündlichkeit durch Reibung beruht seine Anwendung

Ist einerder leicht-entzünd-lichstenKörper.

Muss unter"Wasseraufbewahrtwerden,

\\r en ^^ re i°hzündhölzchen.bW etln man mit einer Phosphorstange an eine Mauer schreibt, soAoi l Schriftzüge im Dunkeln eine Zeitlang leuchtend; der Phos-

t;i ktp ? e ^ Dunkeln. Dieses Leuchten des Phosphors ist eine cha-i)Q r - 1S Eigenschaft desselben, der er auch seinen Namen verdankt

Er leuch-tet imDunkeln.

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und epogog, Träger) und die Folge der Oxydation desPhos- e r Phosphor oxydirt sich nämlich, an der Luft liegend, schonian c i °bnlicher Temperatur, indem er dabei stets von einem leichtenUrtl geben ist und fort und fort abnimmt, bis er endlich vollstän-

dig v --"geueu ist una iort unu iorü aunimmt., dis er enancn vousiau-%^ c ^wunden,"und in eine syrupähnliche, stark saure Flüssigkeit: ein^tyd t- V ° n Pbosphoriger und Phosphorsäure, verwandelt ist. DieseMil - 011 c ' es Phosphors bei gewöhnlicher Temperatur nennt man auchWi.. 1Ile langsame Verbrennung. Die Natur des Rauches, der den^lit . er Temperatur sich oxydirenden Phosphor umgiebt, ist noch0111 voller Sicherheit ermittelt.

LangsameVerbren-nung desPhosphors.