Druckschrift 
1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
Entstehung
Seite
234
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

234

Metalloide.

Darstellung.

Volumen-verhält-

dem sich Wasser, Brom und schweflige Säure bilden. Reinesserstoffoas erhält man am einfachsten durch Behandlung von Phosp

gef'ähr 47 Procent Bromwasserstoff, doch ist ihr Gehalt von dem ß et ""des Druckes abhängig. ,,

Mit Metallen und Metalloxyden setzt sie sich genau so um, wie ,.Chlorwasserstoffsäure, so dass Alles hierüber dort Gesagte auch fi 1 'Bromwasserstoffsäure Geltung hat. Chlor scheidet aus der Brom ffaSstoffsäure das Brom ab, indem Chlorwasserstoff entsteht.

Vit '"Darstellung. Man kann reine Bromwasserstoffsäure nicü 1

ähnlicher Weise wie die Chlorwasserstoffsäure, durch Erwärmen ein* .,

menges von Bromnatrium und concentrirter Schwefelsäure erhalten,

l't"

letztere auf die entstehende Bromwasserstoffsäure zersetzend einwii*'

Brom* aS

,hoi"

bromür, Br 3 P, mit Wasser, wobei phosphorige Säure und BromW»stoffgas entstehen, nach folgender Formelgleichung:

Br 3 P + 6 HO = H 3 P0 6 + 3HBr.Die wässerige Bromwasserstoffsäure erhält man am einfachstenEinleiten von Schwefelwasserstoffgas in, in Wasser vertheiltes Brom-

HS + Br = HBr + S, f

wobei also der Schwefel ausgeschieden wird und sich der Bromwasse r ,im vorhandenen Wasser auflöst. Auch bei der Einwirkung von scligsaurem Natrium auf Brom bei Gegenwart von Wasser wird Broffserstoff gebildet:

Na, 8*0, + 2 HO + 2Br = 2 (BrH) -f Na 2 S 2 0 8 .

in

Volumetrische Zusammensetzung. Wenn man Kali un , ,.

einem gemessenen Volumen Bromwasserstoffgas erwärmt, so vei' e "sich das Brom mit dem Kalium zu Bromkalium, und das rückst'* 11

Wasserstoffgas beträgt genau die Hälfte des Volumens des Bro' 11

serstoffgases. 1 Vol. Bromwasserstoffgas entsteht daher durch » el .,

gung von Ya Vol. Wasserstoff und i /- 2 Vol. Bromdampf, ohne Coü" 6 .

tion, oder es vereinigen sich 1 Vol. Brom und 1 Vol. Wasserst" .

2 Vol. Bromwasserstoff und ist mithin die volumetrische Zusammense 1 ' jdes Bromwasserstoffs dieselbe wie jene des Chlorwasserstoffs; so vvi e

sind auch hier die specifischen Gewichte oder Volumgewichte der " _ , eGase gleichzeitig ihre Verbindungsgewichte, wie nachstehende gi' a PDarstellungen erläutern :

o&*

H

1

4-

Br

80

geben

HBr

81

1 Vol.

1 Vol. geben 2 Vol.

te hend,

»üb Üie l 'i

i ef0 *yd.

%<

Uli- , ' r ^t

X