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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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217
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Königswasser. 217

ln Königswasser aufgelöst wird, so lässt sich der Vorgang daher

IIls durch folgende Formelgleichung erklären:

HNO c + 3HC1 = NÜ 2 + 4HO + 3 Gl.

%} aS ^ re ' e Chlor vereinigt sich mit dem Metalle zu einer

^ e ''bmdung desselben.ejj. rw "ännt man Königswasser und leitet das sich entwickelnde Gas ins ied - abgekühlte Röhre, so verdichtet sich darin eine, schon bei — 7° C,

"ach

Stoff

üe > rothbraune Flüssigkeit, die aus Chlor und Stickoxyd besteht,

löslichen Chlorunter-salpeter-säure wirddaraus beimErwärmenals Gasausgetrie-ben.

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"er Formel N 0% Cl 2 zusammengesetzt ist und, weil man sie als'Petersäure betrachten kann, in der 2 Verbindungsgewichte Sauer-üf] . lrcn Chlor vertreten sind, den Namen Chloruntersalpetersäureic) t U ^ ei längerem Erhitzen nimmt der Chlorgehalt der sich ver-

V n Flüssigkeit ab, dieselbe hat zu einer gewissen Periode die

aiit, ens etzung N0. 2 Gl, und kann demnach als chlorsalpetrige SäureSan len Wer den, d. h. als salpetrige Säure, in der 1 VerbindungsgewichtC>ff durch Chlor

Hi

'ecte V

r vertreten ist. Beide Verbindungen können durchReinigung von Chlor mit Stickoxyd dargestellt werden.

Verbindungen des Ghlors mit Wasserstoffund Sauerstoff.

i ( ; u , r lts Chlor verbindet sich mit Wasserstoff und Sauerstoff in mehre- (\v !ls '"ältnisäen. Da diese Verbindungen als Verbindungen der Chlor-te S °" s äure mit Sauerstoff aufgefasst werden können, so nennt maniH ls Wohl üxychlorwasserstoffsäuren. Von diesem Standpunkte

a uen s J e nachstehende Formeln:

HG10., = Unterchlorige SäureH Gl 0 4 = Chlorige SäureH Cl 0 6 = ChlorsäureH Cl 0 8 = Ueberchlorsäure.

bior undSauerstoff.

''''He f-

v'i() n "e Verbindung: die Unterchlor säur e,

i\^ ' be kannt. Da in allen oben aufgeführten

ist nur als Anhydrid,Säuren nur 1 Verbin-

«eio

> e *icht durch Metalle vertretbaren Wasserstoffs enthalten ist, so er-

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K

Sl e als einbasische Säuren.

\t^ lne dieser Verbindungen kann durch directe Vereinigung erzeugtUu <l in allen ist die Affinität des Sauerstoffs insofern eine schwache,

et)

«lese Säsein- 1

eicht in ihre Elemente zerfallen, zum Theil unter Explosion.^tloj, .' Ausgangspunkt für die Darstellung der übrigen Oxysäuren desst die Chlorsäure, mit deren Beschreibung wir daher beginnen.