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Chlor.
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94.
, '« ein gebogenes Glasrohr a6e, Fig. 94, welches bei a verschlossen ist, Darstellungman daraus liquides Chlor erhalten. Zu diesem Behufe bringt man ^"liquidenden Schenkel a b in Eis oder Schnee und schmilzt Chlor-die Röhre bei c zu. Erwärmt man hierauf den Theil hydrat -ab, indem man ihn in Wasser von 35° C. taucht, soverwandeln sich die Krystalle in zwei scharf geschie- \dene Flüssigkeitsschichten, von welchen die untere,tiefgelb gefärbte, liquides Chlor, die obere dagegeneine gesättigte Auflösung von Chlor in Wasser ist.iiii S( .| Taucht man hierauf den Schenkel bc in eine Kälte-
s i(:][ : *»' so beginnt das liquide Chlor zu sieden, destillirt über und verdichtet
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äuterung der Eigenschaften des Chlors können folgende Experimentewerden.
Rillt,
■"Wtauchen eines brennenden Wachskerzchens in eine mit Chlorgas Exper
Ki'fj, ,' ' as che (Verlöschen desselben und spontane Entflammung des von dem
2. Eosen in das3. Ein Thier, z. B. eine Maus, erstickt darin.
'Zell
Gas „, n au fsteigenden Bauches, unter Bussabscheidung)
4, (i^aoht, werden gebleicht.
-'Ml, Ver tes Antimon, Arsen oder Wismuth in eine Flasche mit Chlorgas
'""lull' verbrennen darin unter lebhaftem Erglühen und Bildung von Chlor-
'''Hi'- ° dazu sem ' geeignete Vorrichtung, die namentlich der Unannehm-
Chlorgas.
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Fig. 95.
\ '"'hebt, die dabei auftretenden schädlichen Dämpfe einzuathmen, ver-95. Die mit Chlorgas gefüllte Flasche ist durch eine weiteKautchukröhre mit dem kleinen Kölb-chen in Verbindung gesetzt, in welchemsich gepulvertes Antimon befindet. Wirddas Körbchen so weit gehoben , dass dasgepulverte Antimon in die Flasche fällt,so tritt in Folge des Erglühens der An-timon theilcben und bei ihrer Verbren-nung, ein glänzender Feuerregen ein. Istkein Chlor mehr vorhanden, so zeigt sicham Boden der Flasche eine gelbliche Flüs-sigkeit: das gebildete Chlorür. Bei diesemVersuche ist dahin zu sehen, dass der Korkauf die Flasche nicht luftdicht aufgesetztist. Scliliesst er luftdicht, so kann dieFlasche durch die rasch sich ausdehnen-den Dämpfe mit Gewalt zersprengt werden.5. Mit unäehtem Blattgold armirte dünne'lifj^ ' u,s Neusilber, Messing, oder eine sehr dünne Stahlfeder verbrennen
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% k% ber| falls. Man stellt diese Versuche folgendermaassen an: man befestigt
; Ui <j Usai nmengewickelt6s, unächtes Blattgold (dünn ausgeschlagenes Messing)
^>4 e . n de eines feinen Messing-, Neusilber- oder Kupferdrahtes, oder am
1W, lner dünnen Stahlfederspirale, und senkt die Vorrichtung in eine, we-
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'«nsilie
;! bis 4 Pfund fassende Flasche mit Chlorgas, welches trocken und"iit zi ' "' Fig. 90 oder 91 versinnlichte Weise aufgesammelt sein muss. ZuerstHj t det sich das Blattgold, hierauf aber auch der Metalldraht, der sodann
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'"•In,.,
Sem Glänze und nach Umständen unter Funkensprühen verbrennt. Das
"l,," 1 ' Blattgold wirkt hier in ganz ähnlicher Weise, wie der Zunder bei
."'"'i' beschriebenen Sauerstoffexperimente: der Verbrennung einer Stahl.
Sauerstoff gas. 6. Chlor vermag den Wasserstoffverbindungen Wasser-