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1 (1868) Lehrbuch der anorganischen Chemie
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Mangan.

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M a n g a n.

Symb. Mii. Aequivalentgewicht = 27,5. Atomgewicht Mn" = 55.Specif. Gewicht 7,14 bis 7,2.

Von der Farbe der helleren Sorten des Roheisens, mit röthlichem Eigeu-Schimmer, metallglänzend und sehr politurfähig, von so bedeutenderHärte, dass es Glas und Stahl ritzt, sehr spröde, nicht magnetisch undbeim Erhitzen an der Luft mit ähnlichen Farben anlaufend wie der Stahl.Wird das Erhitzen fortgesetzt, so bedeckt es sich mit braunem pulver-förmigen Oxyd. Höchst strengflüssig' und erst in der Weissglühhitzeschmelzend.

Zersetzt das Wasser schon bei gewöhnlicher Temperatur, wenn-gleich sehr langsam, wobei es seinen Glanz verliert und sich mit einerOxydschicht überzieht. Kochendes Wasser wird etwas schneller dadurchzersetzt.

Von Säuren wird das Mangan rasch angegriffen. Concentrirte Schwefel-säure aber zeigt bei gewöhnlicher Temperatur geringe Einwirkung. ImChlorgas verbrennt das Mangan zu Manganchlorür.

Vorkommen. Geringe Mengen von Mangan scheinen sich in man- Vorkom-chem Meteoreisen zu finden, sonst findet es sich im gediegenen Zustandein der Natur nicht. Das Vorkommen seiner Verbindungen ist bei diesenerwähnt.

Darstellung. Man erhält das Mangan durch Reduction seiner Darstellung.Oxyde durch Kohle im heftigsten Gebläsefeuer, ferner durch Reductionvon Fluormangan mittelst Natriums, in ähnlicher Weise wie das Alumi-nium , endlich durch Reduction eines Gemenges von Manganchlorür undFluorcalcium mittelst Natriums.

Geschichtliches. Der Braunstein, ein Oxyd des Mangans, war Geschieht-schon den älteren Chemikern bekannt, aber zu den Eisenerzen gezählt; 10les 'erst 1774 wies Scheele nach, dass er ein eigentümliches Metall ent-halte. Gähn stellte dies einige Jahre später dar. In der jüngsten Zeitsind von H. St.-Claire-Deville und Brunner zweckmässigem Metho-den seiner Darstellung angegeben, namentlich wurde es von Letzteremdurch Reduction von Fluormangan mittelst Natriums zuerst und, wie esscheint, reiner als durch die früheren Methoden erhalten.

I

Verbindungen des Mangans mit Sauerstoff.Es sind nicht weniger als sechs Oxydationsstufen des Mangans be-

Verbindun-

kannt, so dass dieses Metall in seinen Oxyden das Gesetz der multiplen MangansProportionen in prägnanter Weise erläutert: andererseits geben dieseo ff Sauer 'v. Gorup-Besanez, Anorganische Chemie, ^