Kalium.
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tersaure Kalk und die salpetersaure Bittererde in kohlensaure Salzeübergehen:
2(CaN0 6 ) + K 2 C 2 O e = Ca 2 C 2 0 6 + 2(KNO 0 )Aus den Laugen wird durch Abdampfen zuerst ein roher braunerSalpeter und daraus durch Umkrystallisiren der gereinigte gewonnen.Auch aus dem Bewurf alter Gebäude, aus dem sogenannten Mauerfrassder Viehställe, endlich aus eigens mit kalkhaltiger Erde versetztem Lehm-pflaster der Vieh- und Schafställe lässt sich Salpeter gewinnen. Directerhält man das salpetersaure Kalium durch Sättigen von Kaliumhy-droxyd oder kohlensaurem Kalium mit reiner Salpetersäure und Abdampfenzur Krystallisation.
Der Salpeter findet Anwendung als Arzneimittel (Kali nitricum de-puratum), bei der f'abrikmässigen Gewinnung der Schwefelsäure, bei derDarstellung der Salpetersäure, als Oxydationsmittel und als Bestandtheilvon Feuerwerkssätzen. Seine Hauptanwendung aber findet er zur Fabrika-tion des Schiesspulvers. Das Schiesspulver ist ein Gemenge von Sal- Schiesa-peter, Schwefel und Kohle und zwar in Gewichtsverhältnissen, die zwar pu ver 'bei den verschiedenen Pulverarten (Militairpulver, Jagdpulver, Kanonen-pulver, Sprengpulver etc.) einige Schwankungen zeigen, aber durchschnitt-lich folgende oder nahezu folgende sind: Salpeter 75 Proc., Schwefel12 Proc. und Kohle 13 Proc. Dieses Gewichtsverhältniss entspricht sehrnahe 1 Aeq. Salpeter auf 1 Aeq. Schwefel und 3 Aeq. Kohle. Die grosse TheorieWirkung des Pulvers beruht darauf, dass es in Berührung mit einem glü- Wirkung,henden Körper sich sogleich entzündet und dass bei seiner Verbrennungein sehr beträchtliches Volumen von Gasen gebildet wird, die, im Mo-mente ihrer Entstehung stark erhitzt, mit grosser Kraft sich auszudehnenstreben: geschieht die Verbrennung des Pulvers z. B. in einem Flinten-oder Kanonenlaufe, so werden durch den Druck der sich gewaltsam aus-dehnenden Gase die Projectile mit grosser Kraft aus dem Bohre getrie-ben. Die bei dem Verpuffen des Schiesspulvers stattfindende Zersetzunglässt sich theoretisch durch nachstehende Formelgleichung ausdrücken:2(KN0 6 ) + 2S + 6C = 2KS + 3C 2 0 4 + 2N;
es würden sonach durch die Verbrennung des Schiesspulvers 2 Aeq.Stickgas und 3 Aeq. Kohlensäuregas gebildet, während im RückstandeSchwefelkalium bliebe. Factisch aber ist in Folge unvollständiger Ver-brennung der Vorgang ein viel complicirterer. Das Schiesspulver giebtnämlich beim Abbrennen ein Gemenge von Stickstoff-, Kohlensäure-, Koh-lenoxyd-, Wasserstoff-, Schwefelwasserstoff- und Sauerstoffgas, währendschwefelsaures, schwefligsaures, kohlensaures und salpetersaures Kalium,Schwefelkalium, Schwefelcyankalium, Kohle, Schwefel und kohlensauresAmmonium im Rückstand bleiben (Beschlag öfter gebrauchter Gewehre)-Ein Gemenge von 3 Thln. Salpeter, 2 Thln. vollkommen trockenemkohlensauren Kalium und 1 Tbl. Schwefel bildet das sogenannte Knall- Knallpulver,pul ver, welches, in einem eisernen Löffel erhitzt, zuerst schmilzt und
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