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Allgemeine Betrachtungen,
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6. Einige Metalle können wir nicht allein flüssig, sondern auchgasförmig machen, indem wir sie bis auf eine bestimmte Temperatur er-hitzen. Solche Metalle nennen wir flüchtig, oder auch wohl destil-lirbar. Hierher gehören Quecksilber, Zink, Cadmium, Kalium u. a.Auch hier sind die Temperaturen, bei welchen die Verflüchtigung statt-findet, sehr verschieden.
7. Ein hohes specifisches Gewicht wird unter Laien gewöhnlichals eine charakteristische Eigenschaft der Metalle betrachtet; allein dasspecifische Gewicht der Metalle ist ausserordentlich verschieden undwenngleich ein hohes specifisches Gewicht bei den Metallen als Regelbetrachtet werden kann, so erleidet dieselbe doch bemerkenswerthe Aus-nahmen. So kennen wir Metalle, wie Kalium und Natrium, welche leich-ter als Wasser sind und andere die ein nur wenig höheres specifischesGewicht zeigen, während andererseits gewisse Metalle die schwerstenaller bekannten Körper darstellen. So ist das specifische Gewicht desLithiums 0,59, das des Kaliums 0,86, das des Goldes dagegen 19,2, undjenes des Platins gar 21,5, d. h. es ist das Platin 21,5mal schwerer alsWasser.
8. Auch die Härte der Metalle ist sehr verschieden. Einige Me-talle, wie Kalium, Blei, Zinn etc., sind so weich, dass sie mit dem Messergeschnitten werden können; ja Kalium und Natrium lassen sich sogarzwischen den Fingern kneten; andere dagegen besitzen einen bedeuten-den Grad von Härte, doch sind es verhältnissmässig wenige, die einensehr hohen Härtegrad zeigen.
9. Die Metalle sind theils geschmeidig und dehnbar, theilsspröde und brüchig. Geschmeidig nennt man solche Metalle, welcheunter starkem Drucke ihre Form bleibend verändern, ohne dass dadurchder Zusammenhang ihrer Massentheilchen aufgehoben wird, solche mit an-deren Worten, welche sich unter dem Hammer oder der Walze zu Plattenausschlagen und strecken, die sich ferner zu Drähten ausziehen lassen.Spröde nennt man dagegen solche Metalle, welche unter der Anwendungvon Druck und Schlag in Stücke zerspringen, sich pulvern lassen u. dgl.Die oben erwähnten beiden Formen der Geschmeidigkeit nennt manHämmerbarkeit und Ductilität. Dieselben sind keineswegs immerin einem Metalle in gleichem Grade vereinigt; denn Eisen z. B., welchesnur in massig dünne Platten ausgeschlagen und ausgewalzt werden kannund von allen hämmerbaren Metallen das am wenigsten hämmerbare ist,kann zu sehr dünnen Drähten ausgezogen werden und gehört mit zu denductilsten. Blei dagegen kann zu ausserordentlich feinen Platten ausge-schlagen werden (Bleifolie), während seine Ductilität sehr gering ist.Gold besitzt beide Eigenschaften in hohem Grade. Es kann zu so dün-nen Blättchen ausgeschlagen werden, dass 57 Quadratzoll davon kaummehr wie einen Gran wiegen und andererseits kann ein Gran Gold ineinen 550 Fuss langen Draht ausgezogen werden.
Einige Me-talle sindflüchtig.
SnecifisehesGewicht.
Die Metallesind ge-schmeidigund dehn-bar, oderspröde undbrüchig.
Arten derGeschmei-digkeit:Hammer-barkeit undDuctilität.