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Metalloide.
darauf keine Methode der Darstellung gründen. Wenn Sauerstoff so stark wiemöglich ozonisirt ist, enthält er im günstigsten P'alle 5 Proc. dieses Körpers.Die Unmöglichkeit, Ozon sich in grösserer Menge zu verschaffen, ist derGrund, warum die Eigenschaften des reinen Ozons eigentlich noch garnicht bekannt sind und sich alle Angaben nur auf Gemenge von gewöhn-lichem Sauerstoff und geringen Mengen Ozon beziehen. Das, was wirvon den Eigenschaften derartiger Gemenge kennen, berechtigt uns aberanzunehmen, dass das Ozon im reinen Zustande grossartige Wirkungenhervorbringen müsste.
Ozon bildetsieh aufelektri-schem, elek-trolytiscliemund chemi-schem Wege.
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Ozonträger
und Ozonübertra-gendeKörper.
Die Bildungsweisen des Ozons sind sehr mannigfach; es kann näm-lich das Ozon auf elektrischem, auf elektrolytischem und auf chemischemWege erzeugt werden. Lägst man durch reines Sauerstoffgas zahlreicheelektrische Funken aus einer kräftigen Elektrisirmaschine schlagen, sozeigt das Sauerstoffgas bald den charakteristischen Geruch des Ozonsund bläut Jodkaliumstärke merklich. Eine viel kräftigere Wirkung er-zielt man aber, wenn man den Inductionsstrom unter starker Spannung,durch Sauerstoff ohne Funkenentladung gehen lässt, um alle starke Licht-und Wärmeentwickelung, welche zerstörend auf das Ozon wirkt, zu ver-meiden. Auf elektrolytischem Wege bildet sich Ozon durch Zersetzungvon mit Schwefelsäure angesäuertem Wasser, mittelst eines galvanischenStroms: das am positiven Pole sich ausscheidende Sauerstoffgas zeigt Ge-ruch und Eigenschaften des Ozons. Auf chemischem Wege erhält manOzon, indem man Phosphor bei Gegenwart von etwas Wasser mit atmo-sphärischer Luft in Berührung bringt, oder indem man trockenes über-mangansaures Kalium oder auch wohl Baryumsuperoxyd mit Schwefelsäurevermischt. Der schon bei gewöhnlicher Temperatur entweichendeSauerstoff ist stark ozonisirt. Ozon bildet sich ferner bei langsamenVerbrennungen verschiedener Körper und vielleicht bei allen Oxy-dationen, die bei nicht zu hoher Temperatur vor sich gehen. MancheKörper, insbesondere organische, wie Terpentinöl und andere ätherischeOele, haben ferner die merkwürdige Eigenschaft, bei längerer Berührungmit Luft, namentlich unter dem Einflüsse des Lichts, sich mitSauerstoff zu beladen, selben, ohne sich mit ihm chemisch zu verbinden,zu ozonisiren und ihn an andere oxydable Körper wieder abzugeben.Diese Körper wirken also oxydirend und rufen alle charakteristischen Er-scheinungen des ozonisirten Sauerstoffs hervor. Man nennt solche KörperOzonträger. Sie geben zuweilen ihren Sauerstoff ohne Weiteres anoxydirbare Körper ab, zuweilen aber erst unter Mithülfe eines dritten,der ihn von dem einen Körper auf den anderen gewissermaassen überträgt.Solche übertragende Körper sind meist organische, worunter insbeson-dere die Blutzellen zu erwähnen sind; es gehören dazu aber auch anor-ganische, wie z. B. Platin, als Platinmohr oder Platinschwamm und Eisen-oxydulsalze. Die physiologische Bedeutung dieser höchst merkwürdigenThatsachen kann erst in der physiologischen Chemie erörtert werden.
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