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1 (1868) Lehrbuch der anorganischen Chemie
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Metalloide.

Vcr'bulliO-

dexie Fär-bungender Flam-men.

hier an der Lampenflamme. Dabei zeigt sieh im Innern der Lampe eineblaue Flamme, oder die Flamme verlängert sich, diese Flamme aberpflanzt sieh nicht nach aussen fort, weil sie beim Durchgange durchdie Maschen des Metallnetzes so sehr abgekühlt wird, dass sie verlischt.Zeigt sich im Innern der Grubenlampe die blaue Flamme, so muss sichder Arbeiter alsbald entfernen, da, wenn der Draht durch die Flamme imInnern sehr heiss wird, seine abkühlende Wirkung natürlich verloren geJitund sich dann die Entzündung nach aussen fortpflanzen könnte.

Flammen zeigen verschiedene Färbungen. Die Färbungen derFlammen sind abhängig von denjenigen, welche die in der Flamme vor-handenen gasförmigen und festen Stoffe im glühenden Zustande annehmen.So ist die Flamme des Leuchtgases weiss, die des Schwefels blau, Kupferertheilt der Flamme eine grüne, Phosphor eine weisse, Natron eine gelbe,Strontiau eine rothe Farbe etc. Man macht von dieser Thatsache in deranalytischen Chemie und der Feuerwerkskunst Anwendung.

Leuchtende Flammen, namentlich solche, welche in Folge der Ge-genwart gewisser fester Stoffe eine bestimmte Färbung zeigen und ihreStrahlen durch ein stark brechendes Prisma senden, geben mehr oderweniger deutliche farbige Spectra mit, für gewisse Stoffe charakteristisch

Fig. 163.

gefärbten hellen Linien; so giebt die Natriumflamme eine helle gelbe,das Lithium eine purpurrothe und eine gelbe Linie, das Cäsium zweicharakteristische blaue, das Rubidium zwei nahe nebeneinander liegenderothe Linien u. s. w. (vgl. die beigeheftete Spectraltafel). Dieses Ver-halten benutzt man in der analytischen Chemie, um auch die geringstenSpuren von gewissen Stoffen noch mit Sicherheit zu erkennen (Spec-