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Metalloide.
von Chlor auf Ammoniak. Ueberall da, wo Chlor in eine Flüssigkeit ge-leitet wird, welche Ammoniak oder ein Ammoniaksalz enthält, kann sichChlorstickstoff bilden, ein Umstand, der nie ausser Acht gelassen werdendarf unc* namentlich bei der Bereitung des Stickstoffs aus Chlor undAmmoniak wohl ins Auge zu fassen ist (itgl. S. 11G). Damit sich übrigensaus Chlor und Ammoniak Chlorstickstoff bilden kann, müssen auf 1 Aeq.Ammoniak nicht weniger als 6 Aeq. Chlor einwirken, denn:
HN 8 + 6C1 = 3HC1 + C1 3 N.
Der Chlorstickstoff wird durch Einleiten von Chlorgas in eine bisauf etwa 30° C. erwärmte Lösung von Salmiak (Chlorammonium) dar-gestellt:
NH, Cl + C Cl = 4 H Cl -f Cl 3 N.
Chlor und Schwefel.
Chlor und
Schwefel.
Chlor und Schwefel verbinden sich mit einander in mehreren Ver-hältnissen und zwar auf directem Wege durch unmittelbare Vereinigung.Die wichtigste dieser Verbindungen ist:
Schwefelchlorür.
Eigen-schaften.
Schwefel-chlorid.
Cl S 2 Cl s
Aequivalentgewichtsformel. Atomistische Molekularforme].
Aequivalentgewiclit = 67,5. Molekulargewicht = 67,5. Volumgewicht (speeif. Gew.des Dampfes, Wasserstoff = 1) 33,75. Speeif. Gew. (Atmosph. Luft = 1) 2,30.Proe. Zusammensetzung: Chlor 52,6, Schwefel 47,4.
Kothgelbe, an der Luft heftig rauchende und höchst unangenehmerstickend riechende Flüssigkeit von 1,687 speeif. Gewicht. Bei 138° C.siedend und sich in ein Gras verwandelnd. Schmeckt sauer, heiss undbitter, sinkt in Wasser zu Boden, zersetzt sich aber damit allmählich-sehr gutes Lösungsmittel für Schwefel, von dem es bei gewöhnlicherTemperatur 67 Procent aufnimmt.
Findet gegenwärtig eine ausgedehnte Anwendung zum Vulcanisirendes Cautchouks.
Eine zweite Verbindung des Chlors mit Schwefel, das Schwefel-chlorid: Cl S oder Cl 2 S_, oder CL 2 S, scheint nach neueren Untersuchungenein Gemenge von Schwefelchlorür mit einer chlorreicheren noch nichtisolirten Verbindung des Schwefels: Cl, S, zu sein. So wie man es durchfortgesetzte Einwirkung von Chlorgas auf Schwefelchlorür erhält, stellt eseine dunkelrothe, ununterbrochen Chlor ausstossende Flüssigkeit dar von1,625 speeif. Gew., starkem unangenehmen Geruch und bei 64° C. siedend.Das Licht scheint zerselzend darauf einzuwirken.