372 Darstellung u. Prüfung der volumetrischen Flüssigkeiten.
Wurde die zu prüfende Salzsäure verdünnt oder derselbennoch offizinelle Salzsäure zugefügt, so muss in jedem Fallenochmals geprüft werden, ob nun genau 18,9 ccm dieser Säure1 g Natriumcarbonat sättigen.
Verwendung: siehe vorne bei den Reagentien.
1 ccm Nor-mal-Salz-säure ent-spricht :
Kalium-hydroxyd.
Calcium-hydroxyd.
Am-moniak.
Natriumcarbonic.
Kaliumcarbon.
Lithiumcarbonic.
0,056
0,037 : 0,017
0,053
0,069
0,037 g
Liquor Kali caustici volumetricus.
Normal-Kalilauge.
Gehalt: In 1 Liter sind 56 g Kaliumhydroxyd enthalten;demnach enthält 1 ccm Normal - Kalilauge 0,056 g Kalium-hydroxyd.
Darstellung und Prüfung: Die Normal-Kalilauge wirdmit chemisch reiner, lufttrockener Oxalsäure, welche beim Er-hitzen auf dem Platinbleche keinen Rückstand hinterlässt, ein-gestellt. 1 g Oxalsäure braucht zur Neutralisation 15,9 ccmNormal-Kalilauge.
Man löst 10 g krystall. Oxalsäure zu 500 ccm Flüssig-keit, so dass 50 ccm dieser Lösung 1 g Oxalsäure enthalten.Von dieser Lösung werden 50 ccm abpipettiert, in ein Becher-glas gebracht, mit einigen Tropfen Phenolphtaleinlösung versetztund so lange mit der zu prüfenden Kalilösung, welche ungefähr60 g Kaliumhydroxyd im Liter enthält, versetzt, bis die Flüssig-keit bleibend rot geworden.
Da die Kalilösung etwas konzentrierter hergestellt wurde,so wird man bis zu diesem Punkte weniger als 15,9 ccmbrauchen und es ist dieselbe daher mit Wasser zu verdünnen.Man findet die zur Verdünnung nötige Menge Wasser, wennman die Differenz zwischen 15,9 und der verbrauchten MengeKalilösung sowie das Gesamtvolumen der zu verdünnendenKalilösung feststellt. Man berechnet die Gleichung: Dieverbrauchten ccm Kalilösung, z. B. 15,2 ccm verhalten sichzur obigen Differenz (z. B. 15,9—15,2 = 0,7), wie sich dasGesamtvolumen der zu verdünnenden Kalilösung, z. B. 1050 ccmzu x verhält: