Terebinthina. — Terpinum hydratum.
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chlorürlösung. Es darf im Laufeeiner Stunde keine Färbung ein-treten.
Aufbewahrung: vorsichtig.
Terebinthina — Terpentin.
Der Harzsaft der Abietineen, vorzüglich von Pinus Pinasterund P. Laricio; ein dickflüssiges Gemenge von 70 bis 85Teilen Harz mit 30 his 15 Teilen Terpentinöl. Terpentin istdickflüssig und besitzt einen eigentümlichen Geruch undbitteren Geschmack. Die darin gewöhnlich vorhandene krystal-linische Abscheidung schmilzt auf dem Wasserbade; Terpentinist dann von gelbbräunlicher Färbung und klar, trübt sichjedoch beim Erkalten wieder. Mit 5 Teilen Weingeist giebter eine klare Lösung, welche mit Wasser benetzt blaues Lack-tauspapier stark rötet.
Terpinum hydratum — Terpinhydrat.
Glänzende, farblose und beinahe geruchlose, rhombischeKrystalle von schwach gewürzigem und etwas bitterlichem Ge-schmacke, beim Erhitzen in feinen Nadeln sublimierend, aufPlatinblech erhitzt, mit hellleuchtender Flamme ohne Rück-stand verbrennend.
Schmelzpunkt: bei 116°, dabei Wasser verlierend,worauf der Schmelzpunkt auf 102° zurückgeht.
Verhalten gegen Lösungsmittel: es bedarf etwa 250Teile kaltes und 32 Teile siedendes Wasser, über 10 Teilekalten und 2 Theilen siedenden Weingeist, über 100 TeileAether, ungefähr 200 Teile Chloroform und 1 Teil siedendeEssigsäure zur Lösung.
Zeigt an:Identität durch Sublimierenin feine Nadeln.
Fremde anorganische Bei-mengungen durch einen Rück-stand.
Identität durch eine orange-gelbe Färbung der Lösung.
Prüfung durch:
Erhitzen in einem Probier-rohre.
Erhitzen auf dem Platin-bleche; es muss vollständigverbrennen.
Auflösen in Schwefelsäure.