Druckschrift 
Anleitung zur Erkennung und Prüfung aller im Arzneibuch für das Deutsche Reich aufgenommenen Arzneimittel : zugleich ein Leitfaden bei Apotheken-Visitationen für Gerichtsärzte, Ärzte und Apotheker
Entstehung
Seite
293
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Succus Liquir. Succus Liquir. depur. Sulfonalum. 293

Succus Liquiritae Süssholzsaft.

Durch Auskochen und Pressen der Wurzel von Glycyrrhizaglabra erhaltenes Extrakt, in Form glänzender, schwarzer Stan-gen oder Massen von sehr süssem Geschmacke.

Prüfung durch:

Austrocknen von 10 g Süss-holzsaft, in dünnen Scheibengeschnitten, bei 100°. Esmüssen wenigstens 8,3 g zu-rückbleiben.

Wiederholtes Ausziehen von10 g lufttrockenen Süssholz-saftes mit Wasser von höch-stens 50° und Trocknen desungelösten Rückstandes imWasserbade. Der Rückstanddarf nicht mehr als 2,5 g be-tragen.

Betrachten einer Probe desungelösten Rückstandes unterdem Mikroskope.

Zeigt an:

Einen zu grossen Feuch-tigkeitsgehalt durch einengeringeren Trockenrückstandals 8,3 g.

Fremde, in Wasser un-lösliche Beimengungen,

wenn der Rückstand mehr als2,5 g beträgt.

Stärkekörner durch ihre

Gestalt.

Succus Liquiritae depuratus Gereinigter

Süssholzsaft.

Durch kaltes Ausziehen von Süssholzsaft und Eindampfender klaren Flüssigkeit bereitet.

Braunes, in Wasser klar lösliches, dickes Extrakt.

Sulfonalum

Sulfonal.

Farblose, geruchlose, geschmacklose, prismatische Krystalle,in der Wärme vollkommen flüchtig.

Verhalten gegen Lösungsmittel: mit 500 Teilen

kaltem, 15 Teilen siedendem Wasser, mit 65 Teilen kaltem,

2 Teilen siedendem Weingeiste, ebenso mit 135 Teilen

Aether neutrale Lösungen gebend. ,Schmelzpunkt: bei 125 bis 126°.