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schwankt beim Menschenharn zwischen 1,000 und 1,050; das durch-schnittliche specifische Gewicht beträgt etwa 1,014. Zeigt ein Harnein sehr hohes specifisches Gewicht, so ist Diabetes zu vermuthen;diabetischer Harn besitzt in der Regel eine Dichte von 1,030 bis1,040 und darüber. — Der Harn der Thiere hat meist eine be-deutend höhere Dichte als der Menschenharn.
Die Reaction des frisch gelassenen Harns vom Menschen istfast immer eine schwach saure und ist dieselbe meist durch einenGehalt an saurem Alkaliphosphat bedingt; beim Stehen desHarns verringert sich meist der Säuregrad, während zugleich dieFärbung dunkler wird und sich häufig Harnsäure ausscheidet.
Die Farbe des Harns. Der normale Harn des Menschenist mehr oder weniger intensiv gelb gefärbt; eine sehr blasse Farbehat der Harn bei sehr starker Verdünnung, wie dies z. B. bei Dia-betes und Chlorose [Bleichsucht] häufig der Fall ist.
Eine dunkle, bräunliche, braunrothe bis schwarze Farbe desHarns kann durch einen reichlichen Gehalt an normalen Harn-bestandtheilen kaum bedingt sein. Nach Einverleibung von Phenol,Kresol, Brenzcatechin, Gerbsäuren etc. wird der Harn dunkel-braun. Enthält der Harn Alkapton d. i. HomogentisinsäureCi;Hs{OH)2 • CH2CO2II, so ist er meist dunkel gefärbt und wirdbei längerem Stehen selbst schwarz und tintenartig. — Bei einemGehalt an Hämatoporphyrin, das z. B. bei Sulfonal- und Trional-Vergiftung im Harn auftreten kann, ist derselbe roth, rothbraunoder braunroth gefärbt. Rothe Farbe bekommt oft der Harn durchreichlichen Gehalt an Urobilin. — Auch nach Einnahme vonChrysophansäure, Rhabarber, Sennesblätter wird der Harn mehrereTage nachher roth gefärbt, besonders wenn er alkalisch reagirt.
Eine gelbgrüne oder grüne Färbung zeigt der Harn bei einemGehalt an Gallenfarbstoffen, z. B. bei Gelbsucht. Eine blaue Fär-bung, auch blaues Häutchen mit rothem metallischem Glanz oderSediment von derselben Farbe wird im Harn nur durch Bildungvon Indigo aus Indican erzeugt.
Die Bestimmung des Chlors im Harn.Das im Harn vorkommende Chlor ist sehr wahrscheinlich aufsämmtliche in diesem Excrete enthaltenen Metalle vertheilt; beiweitem die Hauptmasse desselben ist aber an Natrium gebunden.
Antenrieth, Quant. Analyse. ig