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trägt, oder besser mit einer sogenannten Federfahne meist leichtund vollständig losgelöst werden.
Um die, manchmal sehr zeitraubende Operation des Filtrirenszu beschleunigen, empfiehlt es sich in vielen Fällen, den Nieder-schlag abzusaugen. Von den vielen Säug-vorrichtungen, welche construirt worden sind,kann ich besonders die Wassers trab 1-luftpumpe bestens empfehlen. Wem einederartige Saugpumpe nicht zur Verfügungsteht, der kann sich einer geeigneten Saug-röhre (Fig. 2) bedienen; auch in diesem Fallniuss das Filter dem Trichter glatt anliegen,so dass sich zwischen Trichter und Filterkeine Luftblasen zeigen. Die Filtration er-folgt meist wesentlich rascher, als ohne An-wendung einer solchen Saugröhre. Baryum-sulfat, Calcium Oxalat, Zinksulfid,Mangansulfür und andere Niederschläge,welche leicht durch's Filter gehen, können nicht abgesaugt werden.
Bevor man einen Niederschlag zum Austrocknen in das Luft-bad (Trockenschrank) bringt, hat man sich davon zu überzeugen,dass derselbe auch vollständig ausgewaschen ist! Im All-gemeinen gilt als Regel, dass ein Niederschlag so lange ausgewaschenwerden muss, bis man im Waschwasser das verwendete Fällungsmittelnicht mehr nachweisen kann; z. B. bei der Bestimmung der Schwefel-säure als Baryumsulfat darf das abtropfende Waschwasser keineBaryumreaction mehr geben.
Fig. 2.
Das Trocknen und Glühen der Niederschläge.
Die meisten der hergestellten und ausgewaschenen Nieder-schläge müssen zuerst getrocknet und hierauf bis zum constantenGewicht geglüht werden. Um den Niederschlag auszutrocknen, legtman ein gefaltetes Papier um den Trichter, auf dem sich der Nieder-schlag befindet, und stellt ihn 1—2 Stunden lang in den Trocken-schrank, d. h. so lange bis Filter und Niederschlag vollkommen trockensind. Das Filter ist alsdann zu veraschen, was auf zweierlei Art ge-schehen kann: Liegt eine Substanz vor, welche durch den glühendenKohlenstoff des verbrennenden Filters nicht zu Metall reducirt wird,