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Kautschuck.
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verschiedener eigentümlicher Säuren, der Harzsäuren, zu be-stehen. Durch Alkalien werden sie zu den sog. Harzseifen ge-löst, aus denen durch Säuren wieder die Harzsäuren gefällt werden.Beim Schmelzen mit Alkalien entstehen aus ihnen verschiedeneBenzolverbindungen (Resorcin, Phloroglucin, Protocatechusäure);mit Zinkstaub destillirt bilden sie Benzole, Naphtalin etc.
Colophonium findet sich im Terpentin (S. 320) und hinterbleibtbei der Destillation desselben als geschmolzene Masse (Geigenharz). Esbesteht wesentlich aus der Abietiusäure CjgH^gC^ (B. 26, R. 697) (Sylvin-säure), welche durch heisson Alkohol ausgezogen wird, in Blättchenkrystallisirt und bei 139° (147°) schmilzt. Durch Oxydation bildet dieTrimellithsäure, Isophtalsäure und Terebinsäure.
G al 1 i p o t h a r z, aus PiflUS maritima, enthält Pimarsäurc C2 0 O 30 O 2 ,welche bei 210° schmilzt, der Sylvinsäure sehr ähnlich ist und im Vacuumdestillirt iu letztere übergeht. Neueren Untersuchungen nach besteht diePimarsäure aus 3 isomeren Säuren (B. 10, 2167).
Gummilack, aus ostindisehen Feigenbäumen gewonnen, bildetgeschmolzen den Schellack, welcher zur Bereitung von Siegellack undFirnissen dient.
Ein fossiles Harz ist der in Braunkohlenlagern vorkommende Bern-stein, der aus Bernsteinsäure, zwei Harzsäuren und einem flüchtigen Oelebesteht. Nach dem Schmelzen ist er in Alkohol und Terpentinöl leichtlöslich und dient dann zur Bereitung von Firnissen.
Zu den sog. G u m m i- oder Schleimharzen, welche mit Pflanzen-schleimen und Gummi gemengt im Milchsafte von Pflanzen vorkommen,gehören Gummigut, Euphorbium, Asafoet i da, ferner Kautschuckund Guttaperch a.
Kautschuck ist seiner mannigfachen Verwendbarkeit halber beson-ders wichtig. Er wird aus tropischen Euphorbiaceen, Apocineen u. a. m.gewonnen; in Brasilien wird er aus Siphonia elastica, in Indien aus Ficus-elastica u. a. Fieusarten Kautschuck bereitet. Der gereinigte Kautschuckist nach der Formel (CgHg) zusammengesetzt. Bei der Destillation lieferter Isopren C 5 H 8 (I, 93, 564), das sich wieder freiwillig zu Kautschuck poly-merisirt, und Dipenten.
Der Kautschuck vermag Schwefel aufzunehmen, wenn man ihn mitSchwefel durchknetet oder mit einem Gemisch von S 2 Cl2 und CS2 behan-delt (B. 27, B. 204). Man erhält so den vulkanisirten Kautschuck, derinnerhalb weiter Temperaturgrenzen elastisch bleibt.
Mehrkernige aromatische Kohlenwasserstoffe.A. Pheiiylbenzole und Polyphenylfettkohlenwasserstoffe.
In ähnlicher Weise, wie man Alkylgruppen miteinander ver-einigen oder sie in Benzol und seine Homologen einführen kann,lassen sich auch die Benzolwasserstoffatome durch Phenyl-, Tolyl-,Benzylgruppen und andere Kohlenwasserstoffreste ersetzen. Es ent-stehen 1) die Pheiiylbenzole, bei denen die Benzolkerne unmittelbarmiteinander verbunden sind:
C S H 5 .C 6 H 5
Diphenyl
Plienyltoluylen
C 6 H 4 (0 6 H 5 ) 2Diphenylbenzolc
C6H 3 (C«H g ) g
Triphenylbenzole.