Nr. 149. Diastrophus rubi Hart, auf Rubus /mucosus L.
Diese Wespenart erzeugt an den Stengeln verschiedenerRubus-Formen bis 10 cm lange und bis etwa l 1 /» cmdicke, seltener an den Blattstielen kleinere holzige An-schwellungen, welche mehrkammerig, spindelförmig, oftstark gekrümmt, kahl oder mit spärlichen Stacheln besetzt,anfangs grün, bei der Reife bräunlich, bisweilen durch diehervortretenden Larvenkammern etwas höckerig sind.
Die Galle ist von Hieronymus anatomisch untersuchtworden. Die Anschwellungen beruhen hauptsächlich aufhypertrophischer Entwicklung des Markes. Die rundlich-ovalen Larvenkammern haben einen grössten Durchmesservon 2'/» bis 3 mm. Sie liegen zwischen den Gefässbündeln,reichen in Mark und Rinde hinein, sind von Nährgewebeausgekleidet und von einer Schutzscheide umgeben; dieseist gegen Mark und Rinde nicht deutlich abgegrenzt, indemdie sie bildenden Schichten von getüpfelten, massig ver-dickten und verholzten polyedrischen Parenchymzellen nachaussen und innen in die etwas grosszelligeren anliegendenGewebe übergehen. Die Gallen sind bis zur Reife mitEpidermis bedeckt. Dadurch und durch ihre meist all-seitige Ausdehnung am Stengel und Blattstiel unterscheidensie sich von den durch die Mücke Lasioptera rubi Heegererzeugte Galle.
Die Galle wird im Herbst reif; die Wespe fliegt imApril—Mai.
Lit.: 108, 126. — 15 (Cynips, 9). — 53, 194 (9).
— 54 (cf). - 106. — 163, 394 (Galle). — 116, 14.
— 117, 12. — 56, Nr. 736. — 168, Nr. 774. -- 18.
— 112, Nr. 166. - 149, Nr. 95. — 73, I, 327-28. — 74,481. — 36, 372-74. — 61, 517 etc. — 151, 253, Nr.1617. — Weitere Lit. s. 73, II, 658; 61, I.
Fig.: 108, F. 61 (Habitusf. u. Längsschn. d. G.). -116, Taf. II, F. 11 (Gallen). -- 112, Taf. I, F. 8 (Galle).
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