derselben befestigt. In Beziehung zum Hauptspross istjede Kollari-Gatte daher ein Seitengebilde zweiter Ord-nung. Die terminale Galle eines Sprosses kann ein Seiten-produkt erster Ordnung sein (Beyerinck 7). Bisweilensitzen in einer Blattachsel zwei Gallen, die — wenn dieEier nahe aneinandergelegt worden waren — zu Doppel-gallen m. o. w. vollständig verwachsen können.
Im September und Oktober wird die Galle reif undvon der Wespe durchbohrt. Mit dem Braunwerden undAbsterben der Galle vertrocknet das Hautgewebe undbildet eine holzigharte Bekleidung derselben, wodurch siemehrere Jahre an den Aesten sitzen bleiben können.
Wenn in der Larvenkammer sich Einmietler entwickeln(s. b. in unserer Sammlung), findet sich oft eine stärkere,ziemlich harte Verdichtung der die Kammer umgebendenGallensubstanz (Mayr 115); solche Gallen sind gewöhnlichkleiner als die von Einmietlern nicht bewohnten und zeigenum das Zentrum mehrere radial gruppierten Larvenhöhlen(Malpighi, Fig. 47 G.; Massalongo, 112, T. XXX.Fig. 5). Die meisten Parasiten und Einmietler kommenerst im nächsten Winter oder Frühling hervor (Mayr 115),
Auf Quercus pedunculata argenteo-variegata fandenReynvaan und Docters van Leeuwen /(i?//an-Gallen,die sämtlich gelb gefärbt waren mit von der Basis diver-gierenden grünen Streifen (vgl. auch Beyerinck 8).
Trotz dem bedeutenden Gerbstoffgehalte der Gallen-rinde — die Kpllari-QdWt enthält 25—30% Tannin(Kieffer 73, I, 195) — picken gewisse Vögel Löcherdarin und verzehren die Larve (Beyerinck, 7, 42; vgl.auch die Exemplare in unserer Sammlung, von denenverschiedene durch Vögel, wahrscheinlich Meisen, zerpicktsind).
Beyerinck (10) hat durch Versuche nachgewiesendass die KpUari- Wespe im Herbst ihre Eier in die Knospenvon Quercus cerris L. ablegt, und dass aus diesen Eiern
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