Druckschrift 
5 (1910) Nr. 101 - 125
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Nr. 119. Pemphigus pallidus Hai. auf Ulmuscampestris L.

Aus den in den Rindenrissen der Ulme überwintern-den, von dem abgestorbenen Mutterkörper umgebenen Eiernschlüpfen im Frühjahr die ungeflügelten Stammmütterheraus und begeben sich in die sich entfaltenden Knospenhinein. Es wird an jedem Blatte gewöhnlich nur eine,manchmal aber zwei bis drei (Massalongo) Gallen ge-bildet; das Tier sitzt nach Kessler im Gallenanfang indem Winkel zwischen der Hauptrippe und einer von denunteren Nebenrippen. Kessler bemerkte erst am 22. Maiden Anfang zur Galle durch die hellgrüne Färbung derHauptrippe nebst zwei Nebenrippen und des diese Rippenumgebenden Blattgewebes sowie durch eine kleine Aus-biegung des jungen Blattes an dieser Stelle nach der Unter-seite hin. Nachher biegt sich die Hauptrippe an der Stelle,wo die Galle entsteht, meist stark nach unten, so dass dieGalle von oben besehen in das Blatt eingesenkt erscheint (s.unsere Fig.); auch die Seitenrippen werden an dieser Stelle indie Gallenbildung mit einbezogen und nebst der Mittelrippeverdickt (s. Massalongo, F. 4). Die ausgewachsene Galleist meist breit halbkugelig oder eiförmig, 10—14 mmhoch, 7—10 mm dick, dicht weisshaarig, anfangs gelbgrün,später graugelb; sie wird von der verkrümmten Blattflächeoft wallförmig umgeben.

Die Entwicklung der Tiere ist nach Kessler in derHauptsache dieselbe wie bei Tetraneura ultni (vgl. Nr. 120).Die Stammmutter erzeugt in der Galle eine grosse Anzahl— bis nahe an 200 — Junge. Wenn diese geflügelt werden jverlassen sie die Galle — wenigstens 3 Wochen später alsdie von Tetraneura ultni — durch eine im oberen Teilder Galle entstandene unregelmässige Oeffnung. Diesesetzen an niedrige Pflanzenarten Junge ab, welche, nach-dem sie geflügelt worden, an die Ulme zurückwandernund dortgeschlechtlich getrenntejunge erzeugen; die + $bergen

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