geschritten, sind gleichzeitig Eier und verschieden weitentwickelte Larven in denselben vorhanden. Um dieletzte Häutung durchzumachen, begeben sich die Tierean die Aussenseite einer Rolle. Das Eierabsetzen beginntmit dem Erscheinen der ersten Blätter im Frühjahr unddauert bis in den Spätherbst hinein; die Tiere über-wintern nach Kessler (vgl. auch Low) in den Rollenals Larven und geflügelte Tiere. Eine Reihenfolge vonabgeschlossenen Generationen findet demnach währendder Jahresentwicklung nicht statt (Kessler).
Die Anatomie der an L. nobilis auftretenden Galleist von Lacaze-Duthiers, Thomas und Massa-longo studiert worden. Auf L. canariensis Watson var.azorica Seubert u. Höchst, hat Bohl in ein ähnlichesCecidium gefunden und anatomisch untersucht; der Er-zeuger zeigte in den bestimmbaren Merkmalen mit T.alacrisUebereinstimmung.
In den defoimierten, verdickten Blatteilen fehlt dieDifferenzierung in ein Palissaden- und ein Schwamm-parenehym; anstelle dieser beiden findet sich ein lücken-loses Parenchym aus polygonalen, chlorophyllarmen,dünnwandigen Zellen von sehr gesteigerter Grösse. DieHarzzellen nehmen nach Thomas an der Vergrösserungnicht teil, haben jedoch in der Regel eine dickere Zell-wand als im normalen Blatte. Auch die Oberhaut beiderBlattseiten haben vergrösserte Zellen. Normal gebildeteSpaltöffnungen fehlen. Nach Bohlin wird (bei L. can.azorica) auch das Gefässbündel mit den beiderseitigenmechanischen Geweben verändert, resp. zerstört; ammeisten scheint das Leptom zu leiden.
Die Trioza alacris-Ga\\e scheint in den Mittelmeer-ländern häufig zu sein. In den Gewächshäusern Deutsch-lands wurde sie erst in neuerer Zeit beobachtet: nachThomas i. J. 1884 in Stuttgart und etwa um dieselbeZeit in Erfurt; das Vordringen der Krankheit nimmt inder jüngsten Zeit immer mehr zu. Bohlin fand das
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