CARPINÜS 15ETULUS.
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Blilthe und Frucht: Die Blumen erscheinen im Ausgange des Aprils oder imAnfange des Maies; die Früchte reifen im October.
Aussaat: Das künstliche Aussäen geschieht entweder im October gleich nachdem Einsammlen des Samens, wo er dann oft schon im folgenden Jahrekeimt, oder man bewahrt ihn getrocknet bis zum April auf, wo manihn in festgetretene Rinnen säet, die man nachher einen halben Zollhoch mit Erde bedeckt. Im letztern Falle liegt er aber oft ein oderzwei Jahre, ehe er aufgeht. Von der Natur geschieht das Aussäen imNovember.
Höhe: Dreifsig bis vierzig Fufs.
Alter: Hundert bis hundert und fünfzig Jahr und darüber.
Nutzen: Das Holz; dieses Baumes wird nicht nur als Brennholz sehr ge-schätzt, sondern man gebraucht es auch als Nutzholz. Wegen seinerZähigkeit und Festigkeit gebraucht man es zu solchen Maschinen undGeräthen, die viel Widerstand zu überwinden haben, und dennoch aufdie Dauer berechnet sind. Nach Wildenhayn's Versuchen gab fKlafter Stammholz, 4| Centner schwer, i| Metze oder 12 Pfund Asche,und aus dieser erhielt man 1 Pfund lcjLothrohe Potasche, die nachtdem Glühen 1 Pfund i3 Loth calcinirte zurück liefs. — Die Blätterund jungen Zweige werden von den Schaafen, den Ziegen und demRindvieh gern genossen. — Die Rinde, und so auch die Blätter undjungen Zweige, dienen zum Gerben. — Der Bast kann zu einer gelbenFarbe auf Wolle benutzt werden. Die Benutzung des ganzen Gewäch-ses zu lebendigen Zäunen ist bekannt genug.
Erklärung der Kupfertafel,
Tab. i5o. Ein blühender Zweig in natürlicher GröTse. a) Eine männliche Blume, welcheaus einer wimperichten Schuppe — dem Befiuchtungsboden — nnd ans sehszclin biszwanzig Staubgefäßen besteht, vergrößert, b) ein gedoppeltes Staubkölbchen stark ver-grüfsert, c) zwei weibliche Blumen, welche von der dreitheiligen Schuppe abgesondert,
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