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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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574
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Allgemeineschemische*

Verhalten

574 Chemie der thierischen Flüssigkeiten, Gewebe und Organe.

Substanz entziehen kann, ohne die Structur des Knochens wesentlich z ubeeinträchtigen.

Allgemeines chemisches Verhalten. Werden Knochen länger 6' Zeit mit verdünnter Salzsäure und Salpetersäure unter öfterem Wechselder Säure digerirt, so wird nach und nach alle Kuochenerde aufgelöstund es bleibt die organische Grundlage des Knochens: der KnochenknOi"pel, unter völliger Beibehaltung der ursprünglichen Form des Knochen 8zurück. Behandelt man Knochen in der Wärme mit verdünnter Sal 2 'säure, so entweicht Kohlensäuregas und der Knochen wird dadurch g e 'wissermaasseu von innen heraus zersprengt, so dass er sich in iaserig e <der Länge nach ablösbare Lamellen zerthoilt. Wenn man Knochen vei'brennt, so zerstört bei hinreichend langer Einwirkung, die Hitze sännB*'liehe organische Substanzen und es bleibt die Knoohenerde zurück, " ieebenfalls, so lange keine äussere Gewalt einwirkt, die Form des ursprWoliehen Knochens beibehält.

Verhaltendi's Cno-chenknor-pels.

H

Der Knochenknorpel, sowie er durch Extraction von Knocke 11mit verdünnter Salzsäure erhalten wird, ist im feuchten Zustande l» e £sam und elastisch, gelblich durchscheinend; beim Trocknen aber wird ehart, jedoch wenig spröde. Ist der Knochen mit Säure vollständig eschöpft, so hinterlässt .er nur sehr wenig Asche. Durch Kochen " lVWasser geht er vollständig in Knochenleim (Glutin) über, jener jung 1Individuen rascher als der älterer (Fremy), auch soll die Umwandln 11 "durch die Gegenwart einer Säure sehr beschleunigt werden.

Der Knochenknorpel stimmt in seiner ElementarzusammensoU 11 ""mit jener des daraus dargestellten Glutins vollkommen überein (s. S. 1* ''und ist identisch bei den verschiedenen Thierclassen, bei Individuen veschiedenen Alters und in krankhaft veränderten Knochen.

Embryonale Knochen des Kalbes (Schwann) und des Kaninche 11(Hoppe), geben aber bis zu den letzten Perioden des Intra-uterinleb e "keinen Leim; es ist demnach ihre organische Grundlage von dem Oss ewesentlich verschieden. Auch in den Knochen einiger Wasservögel u .in den Gräten einiger Fische, fand Fremy eine mit dem Knochen loi< l, lisomere Substanz, die aber beim Kochen mit Wasser keinen Leim %

Fossile Knochen enthielten in einigen von v. Bibra beobachteFällen, keinen unveränderten Knochenknorpel mehr, sondern eine Subst a ' 'die sich wie bereits fertiger Leim verhielt. Sie zerfloss bereits bei 8

40° C. in eine leimähnlicheGallerte aufquoll.

Masse, die in Wasser zu einer zitter

nd«* 1

Verhaltendes Fetts

llllll Kilo-

dhemaarkt.

Das Fett der Knochen ist, ebenso wenig wie das Knochenm 9 _näher studirt. Das Knochenfett scheint im Allgemeinen mit demherrschenden Körper fette des Thieres übereinzustimmen, nur ist es rL ' lC , eJ)an Oelsäureglycerid, daher weicher und leichter schmelzbar. ' u ^Diaphysen der Röhrenknochen ist es noch am festesten, doch inii° e -