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Chemie des Harns. 569
' Richten aufeinander abgelagert, so dass derselbe Stein sieh in versehie-Wu ' Lagen von verschiedener chemischer Beschaffenheit zerlegen lässt,le °"cnbar zu verschiedenen Zeiten entstanden sind.
"ei der Bildung derartiger Steine, treten zu verschiedenen Periodenirer Entwicklung, die verschiedenen Bedingungen ein, die die Bildungr verschiedenen Sedimente veranlassen, wobei zunächst die saure undtausche Ilarngährung, innerhalb der Harnorgane erfolgend und letztere,r ch die Gegenwart des Steines selbst beschleunigt (in Folge der Blasen-izung und reichlicherer Schleimsecretion), in Betracht kommen.
Quantitative Analysen von Harnsteinen sind in grosser Menge an-stellt, bieten aber kein allgemeines Interesse dar.
Harnbereitung.
So lange man die organischen Bestandteile des Harns im Blute nicht Hambem
' Stunden hatte, betrachtete man die Nieren in demselben Sinne als das
"' u Weitende Organ, wie man die Leber als das gallenbereitende betrachtet.
l * man aber die Bestandtheile des Harns bereits im Blute vorhanden
,. 1S8 > schien diese Anschauung nicht länger haltbar und man fing an,
-Nieren gewissermaassen nur als ein Filter zu betrachten, durch wel-
s gewisse Blut bestandtheile als Harn treten, um aus dem Körper aus-
c hieden zu werden. Zur Bezeichnung der Sache ist der Ausdruckaber t. • ....
Keineswegs zutreffend, denn ein P'ilter ist ein Apparat, durch wel-
Gelöstes von Ungelöstem geschieden wird, nicht aber ein solcher,
. Qer zwischen dem durchzulassenden Gelösten eine Auswahl trifft,
uies bei den Nieren der Fall ist, die unter normalen Verhältnissen
den Blutbestandtheilen wohl Wasser, Harnstoff, Harnsäure, Kreatinund Tcli ivre atinin und Salze durchlassen, nicht aber Albuminate, Zucker und
seifen, niclit Cholesterin u. s. w.; die Harnbildung verhält sich iny er Beziehung dem Schweisse ähnlich; sie ist keineswegs eine blosse
«ssudation, aber anderseits unterscheidet sich der Harn von der Gallep. - dadurch, dass seine Bestandtheile im Blute bereits vorhanden sind.i , giebt sich eine besondere Mitwirkung der Nieren bei der Harn-
Hung schon dadurch zu erkennen, dass das Mengenverhältniss der diep i, 1 !" P as sirenden Bestandtheile, ein wesentlich anderes ist, wie im Blute
das s
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Spricht für die Eigenartigkeit der Harnsecretion der Umstand,auch im" Nierengewebe selbst erzeugte Stoffe, wie Leucin, Cystin,f lv , ln ' Inosit, unter normalen Bedingungen nicht mit dem Harn aus-
en.
hie ° m "'"'"'^«'Ik'h Standpunkte und mit diesem allein haben wir es Chemisolieein \ U T t ' uln ' st eht demnach so viel fest, dass der Harn: das Product^ Wecn selwirkung zwischen Blut und Nierengewebe, mit Ausnahmenie}.' 01 " :in, larl>sloHe, zwar keine Bestandtheile führt, welche im Bluteuj s au ° n vorkämen, dass er aber andererseits unter normalen Verhält-ni emals gewisse Blutbestandtheile enthält und dass endlich auch