Kreatin undKreatinin.
566 Chemie der thierischen Flüssigkeiten. Gewebe und Organe.
letzterer, tritt bei fieberhaften Krankheiten dann ein, wenn dieselbenmit erheblichen Störungen des Athmungsprocesses verbunden sind (Ty-phus, Bronchitis capillaris, Pericarditis, Tuberculose, Kohlenoxydverg»-tung etc. Bartels). Zwischen der Grösse der Harnsäureausscheidung inlFrost- und Hitzestadium der Wechselfieber findet kein Unterschied statt.Einige Stunden nach dem Paroxysmus wird ein harnsäurereicherer Harnausgeschieden, als während des Paroxysmus selbst. Wenn die Anfälleüberhaupt cessirt haben, findet gewöhnlich an einem der nächsten Tag«'eine bedeutende Vermehrung der Harnsäureausscheidung statt (Ranke)-Im Diabetes mellitus fehlt zuweilen die Harnsäure im Harn g'" 1 " 51(Ranke). Der Zusammenhang zwischen Harnsäureausscheidung einerseitsund Verdauung, Milzanschwellung anderseits, die Harnsäurevermehrungin der lienalen Leukämie, die aber Bartels durchaus nicht constatir'fand, im Tntermittens , das vorzugsweise Vorkommen der Harnsäure H uMilzsafte und endlich die milzabschwellende und harnsäureverminderndflWirkung des Chinins werden dafür geltend gemacht, dass eine Haupt"bildungsstätte der Harnsäure die Milz sei (Ranke).
Eine vermehrte Ausscheidung des Kreatins und Kreatinins h isSsich nach Schottin auf zwei Grundursachen zurückführen, 1. auf patWlogische Veränderungen, bei welchen die Umwandlung dieser Stoffe dm' 1Oxydation, innerhalb des Organismus gehemmt oder gehindert ist (Uran 1 ' c '2. solche Veränderungen, in welchen das Kroatin durch Degenev.'it'"'der quergestreiften Muskeln vermehrt ist. Diese Veränderungen find"aber, nach den Beobachtungen von Zenker und Schottin beim Typ' iiuabdominalis in bedeutendem Grade statt. Bezüglich der Vermehru 11 »des Kroatins und Kreatinins bei gestörter Nierenthätigkeit nimmt Seho
tin an, dass dieselbe im geraden Verhältnisse stehe, zur Störung in
Chloride.
der
Nierensecretion und zur Intensität der Urämie, in umgekehrtem aber 2Grösse des Hydrops. Eine sehr bedeutende Verminderung des Kreatin 1im Harn bei Diabetes bis zum gänzlichen Fehlen desselben, wurdeWinogradoff und Stopczansky übereinstimmend constatirt und nagewiesen, dass gegentheilige Angaben von Maly, auf Beobachtungste' 1zurückzuführen sind.
Die beträchtliche Abnahme der Chlorausscheidung, bis zum y ögen Verschwinden, in acuten Krankheiten, namentlich aberin exsudativ
zlid"'der"
Entzündungsprocessen ist zum Theil allerdings durch das gän!Darniederliegen der Esslust bedingt, zum Theil aber auch durch an 1Ausscheidungen (Diarrhöen, seröse Transsudate); ob eine chlorvermind'-'Thätigkeit der Nieren dabei ebenfalls im Spiele ist, muss dahing eSbleiben. Bei allen acuten Krankheiten zeigt eine stetige Abnahme ^Chlors, eine Zunahme und eine stetige Zunahme desselben eine Abn ader Krankheit an. In den höchsten Stadien der Pneumonie ist dasim Harn häufig nicht nachweisbar. Bei Hydrops wird mit der Di u
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