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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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475
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Chemie der Galle. 475

n alysen der Galle eines hingerichteten Mannes und Weibes. Es ver-

s e ht sich von selbst, dass diese zwei Beobachtungen nicht hinreichend

S111 d, um die Frage definitiv zu erledigen. Nach den vorliegenden Beob-

tungen aber wäre: die Galle von Weibern wasserreicher wie die

°n Männern und es wären hier von den festen Stoffen: g allen saure

aiz e, Schleim mit Farbstoff und anorganische Salze gleichmässig

mindert, während die Fette vermehrt wären.

Fs muss übrigens noch hervorgehoben werden, dass sich dieses Ver-niss für alle angestellten (fünf) Analysen der Galle von Männern gel-macht, wie aus obigem Schema zu ersehen ist.

Finfluss des Alters. Das Alter scheint, so weit die wenigen

Pachtungen zu Schlüssen berechtigen, einen bestimmton Einfluss auf

Zusammensetzung der Galle beim. Menschen nicht auszuüben.

Lmfluss der Tageszeit. Nach den von Nasse an Thieron an-

' eilten Beobachtungen, soll die bei Nacht abgesonderte Galle reicher

testen Stoffen sein, wie die bei Tage secernirte.

■Einfluss des Verweilens in der Blase. Nach den von Bid-

liält

ier

u nd C. Schmidt an Thieren angestellten Beobachtungen liefert die

°n abgesonderte und nicht in die Gallenblase gelangende Galle durch-

"flieh 5 Proc. festen Rückstandes, während die aus der Gallenblase

°mmene, je nachdem sie länger oder kürzer in der letzteren verweilt

j, e > 10 bis 20 Proc. an festen Bestandteilen enthält. Auch Nasse

( 'io Galle, welche bei einer Bündin durch eine Fistel abfloss, was-

, icher, wie die in der Blase enthaltene. Der Unterschied

" n das Doppelte betragen.(R'j c ' er Nahrung. Die aus Beobachtungen an Thieren

de tT- 6r U ' Schmidt, H. Nasse, Arnold) zu ziehenden Schlüsse überSe 1 UBS der Nahrung auf die Zusammensetzung der Galle, sind fol-n , Die festen Stoffe der Galle sind vermehrt: bei Fleisch-

•^. n g; Vermindert: bei Nahrung mit Brot, reichlichem Zusatz voner zu Brot- und Fleischnahrung und bei Entziehung der Nahrung.u a i qualitativen Verschiedenheiten wollen Bidder u. Schmidt

i. e hende beobachtet haben: Die frische Galle der Caniivoreii ist gelbSali Un > die der Herbivoren dagegen grün; die Farbe der Blasen-

stet r J ei »igen Thiere, deren Lebergalle gelb oder braun ist, spieltThi . °d (>1 ' weniger in das Grüne und ist nach längerem Fasten der<l a „ ln tensi\ grün, 2Va bis 3 Stunden nach der Nahrungsaufnahme** x tet e ebenso gelb oder gelbbraun, wie die Lebergalle. Ich beobach-

t U' er KjaRpimn I 1^ irriinn ^ärbnn n" Viwatnfrcttirarmn tw>i Kindern,

er Blasengalle grüne Färbung vorzugsweise bei Kindern.

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Ueber

mi nensetzu n^sversehieden lieiten der Galle unterpathologischen Verhältnissen.

Xusammen-yetzungß-voTschieden-hoiten der(Jalle unter

Wurd

ai e Zusammensetzung der Galle des Menschen bei Krank- pathoiogi

schon Vor-

e n von Frerichs und mir zahlreiche Versuche angestellt. haitiiisBen