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450 Chemie der thierischen Flüssigkeiten, Gewebe und Organe.
ten Bedingungen, während auch andere freie Säuren im Magensafte vor-kommen können. Diese Säure ist: freie Salzsäure; aber im unrei-nen, mit Verdauungsproducten gemischten Secrete findet man nicht seltenauch: Milchsäure, Buttersäure und Essigsäure.
Wenn man berücksichtigt, dass der Magen der Sitz einer tiefgrei'fenden Umsetzung der eingeführten Speisen ist und hier eine wichtig*Phase der Verdauung sich vollzieht, so drängt sich von selbst die Frag eauf, ob die im Magensafte sich findenden freien Säuren dem Labdrüse 11 'secrete als solchem zukommen, oder ob sie Producte der Verdauung oderder Umsetzungen der Nahrungsstoffe im Magen sind. Bezüglich de'Salzsäure kann diese Frage als erledigt betrachtet werden. Freie Salz-säure findet sich nach den übereinstimmenden Beobachtungen der zuvei"lässigsten Forscher (Gmelin, Prout, C. Schmidt) gerade in de» 1Safte, der, aus dem seit vielen Stunden nüchternen Magen, durch mecß*nische Reizung gewonnen wird; da nun überdies in der weiter unten %schildernden künstlichen Verdauungsfiüssigkeit, Salzsäure ein sehr wese D 'licher Bestandtheil ist, so kann es nicht bezweifelt werden, dass die Sw*säure nicht etwa erst im Magen selbst durch Zersetzung von Chlormet"len entsteht, sondern dass sie dem Labdrüsensecrete als solchem eig' e "thümlich ist. Wird dagegen der Magensaft aus dem gefüllten Mag 6gewonnen, so ist immer Milchsäure und zuweilen Buttersäure vorhand 61 'während freie Salzsäure gänzlich fehlt, oder nur in Spuren Vorhangist (Lehmann, Schmidt, Heintz, Bernard und Barres* 1Smith). Dass in diesem Falle die Buttersäure ihren Ursprung den U" 1Setzungen des Mageninhalts verdankt, erscheint mindestens sehr w»''scheinlich und es fehlt an allen Anhaltspunkten für die Annahme eii> fanderweitigen Bildung; bezüglich der Milchsäure aber sind die Verb* 1nisse noch keineswegs so vollständig aufgeklärt, dass man über die "deutung derselben ein bestimmtes Urtheil fällen könnte, ja es fehlt sognicht an offenbaren Widersprüchen, denn ein solcher ist es jedenfe 1 'wenn man einerseits gefunden haben will, dass der Magensaft nach * l
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terung mit Knochen, Amylace'is, oder mit Fleisch, keine freie Salzs» 1enthält, wohl aber Milchsäure, während man anderseits angiebtMilchsäure fehle im Magensafte fleischfressender Thiere. Der Anna"*dass die in den Labdrüsen gebildete freie Säure unter Umständen M 1 'säure sein könnte, steht an und für sich nichts im Wege, allein siescheint wenig wahrscheinlich, weil nicht einzusehen ist, warum die ^den Labdrüsen secernirte Säure wechseln sollte; wahrscheinlich i stvielmehr, dass der Unterschied der Säure des gefüllten und nüchterMagens daher kommt, weil ursprünglich zwar immer nur freie Salz Bft ,abgesondert wird, aber diese durch gewisse Salze des Mageninhalts öNahrungsaufnahme neutralisirt werden kann, indem dafür andere S aU1in Freiheit gesetzt werden. Finden sich im Mageninhalte butters 9oder milchsaure Salze, so müssen diese durch die freie Salzsäur*Chlormetalle und freie Butter- und Milchsäure umgesetzt werden-
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