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Conserva-tion derMilch.
Verfall (Illin-gen den '■!ben.
418 Chemie der tbierischen Flüssigkeiten, Gewebe und Organe.
mit Aether und verdunstet die ätherische Lösung, wohei die Fette derMilch als Rückstand bleiben. Einen weiter mit verdünntem Weingeistbereiteten Auszug endlich, prüft man mit der Fehling'sehen Flüssigkeitauf Zucker. Ein positives Ergebniss aller dieser Versuche ist für dieNatur der Flecken vollkommen beweisend.
Es ist ein sehr gewöhnliches Verfahren von Seite der Milchverkäu-fer, die Gerinnung der Milch künstlich zu verhindern oder zu verzögern-•Zu diesem Zwecke wird häufig Natronbicarbonat angewendet. l'i |HBicarbonat, indem es die gebildete Milchsäure vollständig sättigt, ver-hindert dadurch die Gerinnung des Casei'ns. Viooo doppeltkohlensauresNatron genügt zu diesem Zwecke. Eine in Paris gewöhnliche Mischung)Conservateur du lait geheissen, besteht aus einer Lösung von95 Grm. doppeltkohlensaurem Natron in 905 Grm. Wasser. Zur heiss«' 11Jahreszeit setzt man 1 Decilitre dieser Lösung zu 20 Litre Milch.
Das einfachste Verfahren, um einen Zusatz von kohlensaurem Na"tron zur Milch zu entdecken, besteht darin, die fragliche Milch mit den 1gleichen Gewicht Alkohol zu versetzen, wodurch das Casei'n gefällt wir"-Man erhält, wenn kohlensaures Natron zugesetzt wurde, ein alkalisch re»"girendes Filtrat, welches abgedampft, einen mit Säuren brausenden Rück-stand hinterlässt.
Es ist beachtenswerth, dass ein geringer Zusatz von kohlensaure©Natron zur Milch ihren Geschmack und ihre sonstigen Eigenschafte 11nicht wesentlich alterirt, auch ist er keineswegs der Gesundheit der CoO"sumenten nachtheilig.
Auch durch Aufkochen der Milch wird ihr Sauerwerden verzöger*"Gekochte Milch giebt sich dem Geübten durch Geruch und Geschmackzu erkennen, aber nach den Angaben Quevenne's auch durch I j9 '''Gekochte Milch wird durch Lab viel später und unvollständiger coag u 'lirt, wie normale. Jedenfalls ist bei diesem Verfahren mit nornW eMilch eine Gegenprobe anzustellen. Wenn nach Verlauf von 10 Stu»den die normale Milch coagulirt ist, während die verdächtige noch flüss 1 »erscheint, so spricht dies für die Annahme, dass die Milch gekocht wurö 'Doch kann die Coagulation auch in sonst verfälschter oder abnormMilch verspätet eintreten. Es bietet daher dieses Verfahren keineswegsvolle Sicherheit dar.
Zur Conservation der Milch (bei Seereisen u. s. w.) sind veschiedene Methoden vorgeschlagen. Eine der ihrem Zwecke am besteentsprechenden ist die von Lignac. Sie besteht darin, zu sehr g uteMilch auf je 1 Liter 75 bis 80 Grm. weissen Rohrzucker zu setzen uU ,hierauf die Milch im Dampfapparate in flachen Gefässen unter bestan >gern Umrühren auf l /e ihres Volumens einzudampfen. Der Rückstauwird in cylindrische Blechbüchsen gebracht und nach der Appert's c " eMethode hermetisch verschlossen.
Eine der gewöhnlichsten Verfälschungen der Milch ist ihre vedünnung mit Wasser. Andere sind der Zusatz von Zucker, Stärke, ^e J '